04/09/2026
💡 𝗜𝗺𝗽𝘂𝗹𝘀 𝘇𝘂𝗺 𝗪𝗼𝗰𝗵𝗲𝗻𝗲𝗻𝗱𝗲 𝘃𝗼𝗻 𝗛𝗲𝗹𝗴𝗮 𝗕𝗿𝗲𝘂𝗻𝗶𝗻𝗴𝗲𝗿 💡
In Berlin wurden Schulen wegen eines erschreckenden Ausmaßes an Gewalt geschlossen. Was ist da passiert?
Meine Diagnose: Diese Schulen haben sich im Machtkampf gegen Kinder und Jugendliche erschöpft – und ihn verloren.
Bevor wir fragen, welche Regeln Kinder und Jugendliche verletzt haben und welche Sanktionen angemessen sind, sollten wir eine grundsätzlichere Frage stellen: 𝗪𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗘𝗿𝘇𝗶𝗲𝗵𝘂𝗻𝗴𝘀𝘇𝗶𝗲𝗹 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗹𝗲𝗻 𝘃𝗲𝗿𝗳𝗼𝗹𝗴𝘁?
Über Jahrhunderte hieß dieses Ziel: 𝗚𝗲𝗵𝗼𝗿𝘀𝗮𝗺. Noch Kant schrieb 1803: „Zum Charakter eines Kindes, besonders eines Schülers, gehört vor allen Dingen Gehorsam.“ Kontrolle, Disziplinierung, Belohnung und Bestrafung sollten Ordnung sichern.
Doch diese Logik funktioniert immer weniger. Junge Menschen gehorchen nicht mehr selbstverständlich, nur weil Erwachsene Autorität beanspruchen. Wer darauf mit noch mehr Kontrolle und Sanktionen reagiert, riskiert eine Eskalationsspirale.
Eine demokratische Gesellschaft braucht keine gehorsamen Untertanen, sondern 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝘄𝗶𝗿𝗸𝘀𝗮𝗺𝗲, 𝗸𝗿𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝘃𝗲𝗿𝗮𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀𝗯𝗲𝗿𝗲𝗶𝘁𝗲 𝗕ü𝗿𝗴𝗲𝗿. Die großen Transformationsaufgaben unserer Zeit brauchen Menschen, die kreativ und gemeinsam Lösungen für Probleme entwickeln können, auf die noch niemand eine fertige Antwort hat. Kinder und Jugendliche wollen daran beteiligt werden. Das ist für sie interessanter als der nächste Test.
Das Erziehungsziel moderner Pädagogik muss deshalb 𝗣𝗼𝘁𝗲𝗻𝘇𝗶𝗮𝗹𝗲𝗻𝘁𝗳𝗮𝗹𝘁𝘂𝗻𝗴 heißen.
Kinder und Jugendliche werden nicht auf ihr Fehlverhalten reduziert, sondern in ihren Möglichkeiten gesehen. Konflikte werden zu Lerngelegenheiten. Autorität entsteht aus 𝗣𝗿ä𝘀𝗲𝗻𝘇, 𝗞𝗹𝗮𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁, 𝗗𝗶𝗮𝗹𝗼𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗲𝘇𝗶𝗲𝗵𝘂𝗻𝗴𝘀𝗳ä𝗵𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁 – 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝘀 𝗠𝗮𝗰𝗵𝘁.
Genau hier setzt das Konzept von intus³ beziehungslernen an: Erwachsene bleiben im Konflikt verbunden, aber standhaft und klar. Sie verstehen, unterstützen und beteiligen Kinder und Jugendlichen an Lösungen.
𝗪𝗶𝗿 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗗𝗶𝘀𝘇𝗶𝗽𝗹𝗶𝗻𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴. 𝗪𝗶𝗿 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗻𝗲𝘂𝗲 𝗕𝗲𝘇𝗶𝗲𝗵𝘂𝗻𝗴𝘀𝗸𝘂𝗹𝘁𝘂𝗿 𝗶𝗻 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗹𝗲𝗻.