Strategien ländlicher Räume

Strategien ländlicher Räume SLR ist ein interdisziplinäres Lehr- und Forschungsgebiet an der Hochschule Koblenz (Architektur, Bauingenieurwesen & Sozialwissenschaften).

Der demografische Wandel führt in städtischen und ländlichen Räumen zu unterschiedlichen Herausforderungen. In der Diskussion stehen Wachstum und Schrumpfung sowie zentrale Orte und periphere Strukturen. Außerdem kommen digital angeschlossene Räume und abgehängte Regionen aus unterschiedlicher Perspektive und mit unterschiedlichen Bewertungen in den Blick. Zentrale Fragen sind u.a.:

Wie verändert

die Digitalisierung das Leben und Arbeiten auf dem Land? Welche alternativen Wege kann es für Nahversorgung, Bildungssysteme und Gesundheitswesen geben? Wie geht man mit aktuellen und zukünftigen demographischen Prozessen um und welche (Gleich-) Wertigkeit hat und braucht das Land? An der Hochschule Koblenz arbeiten die Fachrichtungen Architektur, Bauwesen und der Fachbereich Sozialwissenschaften interdisziplinär zusammen, um gemeinsam mit Kommunen, Gemeinden und Kreisen integrierte, zukunftsweisende Lösungswege aufzuzeigen und strategische Antworten für den ländlichen Raum zu finden.

Wie funktionieren innovative Ansätze für lebendige (ländliche) Räume?Dieser Frage geht der Masterstudiengang Integrierte...
30/05/2026

Wie funktionieren innovative Ansätze für lebendige (ländliche) Räume?

Dieser Frage geht der Masterstudiengang Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung im Rahmen einer einwöchigen Exkursion in Thüringen nach.

📍 Ein besonderer Stopp: der Tausch- und Testladen in Mühlhausen. Ein Ort, an dem Gründer*innen ihre Produkte unter realen Bedingungen erproben und weiterentwickeln können. In der Tauschecke können Gegenstände geteilt und getauscht werden. Alle sechs Monate wird das Geschäft durch neue Gründerinnen neu belebt.

🏙 Das Projekt wird im Rahmen der Smart-City-Förderung durch die Stadt Mühlhausen begleitet und von der Stadtwerkstatt betreut. Es zeigt beispielhaft, wie integrierte Stadtentwicklung mit innovativen Nutzungskonzepten zur Belebung der Stadt und aussterbenden Innenstädten beitragen kann. Zu dem Test-und Tauschladen gehören weitere, smarte und integriere Konzepte im Rahmen der Förderung zum Konzept der Stadt.

Wir bedanken uns für den ausführlichen Austausch und nehmen viele Ideen mit!

26/05/2026

Bürger*innenbeteiligung ist längst mehr als die klassische Infoveranstaltung am Nachmittag. Das hat die Smart City Mühlhausen bei seiner Entwicklung
der SmartCity Strategie bewiesen. Von Beginn an wurden die Bürger*innen in den Prozess miteinbezogen. Die Stadt setzte auf Smart-City-Sprechstunden, Roadshows, Online-Umfragen sowie online Beteiligungsportale, als es um die
konkrete Umsetzung von Projekten, wie der resilienten Altstadt ging.

Christoph Reimann (Fachbereich Stadtentwicklung/Bauordnung) beschrieb den Prozess als Puzzle, wo die verschiedenen Akteur*innen und deren Ideen
und Vorstellungen als Puzzlestücke funktionierten, die zusammengesetzt worden sind, um die Projekte bestmöglichen umsetzen zu können.

Die Hinweise von den Bürger*inne wurden dabei stets mit berücksichtigt. In der Stadt-Werkstatt wird der Beteiligungsprozess aktiv in Präsenz niedrigschwellig und über einen längeren Zeitraum hinweg. So erreicht das Smart-Cityteam deutlich mehr Menschen und schafft Raum für echte Mitgestaltung.

Was hat der Prozess ermöglicht?
– Beteiligung findet direkt im Alltag statt z. B. durch die Offenlegung der
Projektpläne
– Ideen können vor Ort und digital eingebracht werden
– Projekte werden als zusammenhängende „Puzzlestücke“ gedacht, nicht
isoliert

Was bringt es konkret?
– Projekte wie die Tauschecke entstanden direkt aus Bürgerideen
– Hohe Beteiligung bei Themen wie Altstadt-Shuttle oder sichere
Beleuchtung
– Abstimmungen vor Ort (z. B. Sticker-Voting) und online zeigen klare Trends
und fördern somit die Akzeptanz

Unser Fazit:
Bürger*innenbeteiligung hat die Qualität, Akzeptanz und Sichtbarkeit von Projekten in der SmartCity Mühlhausen deutlich erhöht. Sie liefert wertvolle
Impulse, auch wenn nicht jede Idee umgesetzt werden kann. Am Ende bleibt es ein Zusammenspiel aus Bürger*innenwillen, fachlicher Machbarkeit und
politischen Entscheidungen.

Im Rahmen unserer Exkursion haben wir die Kilianikirche von außen besichtigt. Auch ohne den Innenraum zu betreten, war d...
18/05/2026

Im Rahmen unserer Exkursion haben wir die Kilianikirche von außen besichtigt. Auch ohne den Innenraum zu betreten, war die architektonische Wirkung deutlich erkennbar.

Besonders auffällig sind die gotischen Elemente wie die vertikale Ausrichtung und die klare Struktur der Fassade. Diese verleihen dem Gebäude eine starke Präsenz im Stadtraum.

Auffällig in Mühlhausen ist zudem die große Anzahl an Kirchen, von denen viele heute umgenutzt werden – zum Beispiel als Bibliotheken oder Kulturorte. Auch die Marienkirche sowie die Jakobikirche stehen exemplarisch für diesen Wandel.

Besonders interessant war die Umnutzung der Jakobikirche, die heute als Stadtbibliothek dient und die wir auch im Innenraum analysieren
konnten. Dadurch wurde deutlich, wie sich ein ehemaliger Sakralraum funktional und atmosphärisch verändert.

Der Besuch zeigt, dass Architektur nicht nur im Inneren, sondern auch im öffentlichen Raum wirkt und wahrgenommen wird.

Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Erfahrung, diese Exkursion gemeinsam mit meinen Kommilitonen und Professoren zu erleben

Mühlhausen: Ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus Geschichte und Aufbruch. Besonders faszinierend ist die Transformation...
13/05/2026

Mühlhausen: Ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus Geschichte und Aufbruch. Besonders faszinierend ist die Transformation der einst grauen Gassen in lebendige، farbenfrohe Straßenräume – ein Verdienst des enormen bürgerschaftlichen Engagements und einer klugen Planung. Zwischen der mächtigen historischen Stadtmauer und der außergewöhnlichen Dichte an mittelalterlichen Kirchen wird die
kulturelle Identität an jeder Ecke spürbar. Es ist inspirierend zu sehen، wie Denkmalschutz und Smart-City-Visionen hier Hand in Hand gehen، um das Erbe für die Zukunft zu bewahren.

Ein großes Dankeschön an
für die Einblicke!

Nach 2022 und 2024 war es wieder soweit: Modul Integriertes Projekt (IP) fuhr letzte Woche auf Exkursion. Erstmals besuc...
11/05/2026

Nach 2022 und 2024 war es wieder soweit: Modul Integriertes Projekt (IP) fuhr letzte Woche auf Exkursion. Erstmals besuchten wir dabei Thüringen und erlebten die geschichtsträchtige, grüne und vor allem transformatorische Region rund um Erfurt, Altenburg und Eisenach. 4 Tage voller Einblicke, die wir natürlich teilen möchten. Unsere Studierenden haben dazu Postings verfasst, welche die Exkursion aus ihren Augen zeigen:

*Exkursion Thüringen 🚌*

Als wir vom diesjährigen Reiseziel erfuhren, waren die Fragezeichen zunächst groß. Thüringen? Was erwartet uns dort eigentlich? Doch sobald unsere Exkursion Fahrt aufnahm – trotz kleiner Buspanne direkt zu Beginn – wurden wir schnell eines Besseren belehrt und lernten Thüringen aus neuen Perspektiven kennen.

Unsere Reise führte uns durch ländliche Gemeinden wie Mühlhausen, Kleinmecka, Altenburg, Sundhausen und ebenso durch urbane Räume wie Erfurt. Dabei begegneten wir vor allem Menschen mit Visionen. Menschen, die sich mit Hoffnung, Mut und Engagement für ihre Gemeinden einsetzen. Wir besuchten Projekte, die uns sowohl historisch und architektonisch als auch sozial inspirierten.

Abschließend bleibt vor allem eines zu sagen: Thüringen ist ein Bundesland voller Gegensätze. Zwischen demografischem Wandel, Leerständen und großen Distanzen stehen ebenso zahlreiche engagierte Projekte, starke Gemeinschaften, weitläufige Landschaften und besondere Orte, die entdeckt werden wollen.

Ein Satz ist uns dabei besonders im Gedächtnis geblieben:

„Einfach machen.“

❗️Stichwort: Eigeninitiative. Wenn sich niemand traut anzufangen, wird sich auch nichts verändern.

// Eine kulinarische Reise blieb natürlich auch nicht aus. Thüringer Bratwurst und Thüringer Klöße überzeugten uns ebenfalls.

Wo sind diese Fotos entstanden? 🤔Die typischen ortsbildprägenden Steilhänge kennzeichnen den neuen Untersuchungsort, mit...
29/04/2026

Wo sind diese Fotos entstanden? 🤔
Die typischen ortsbildprägenden Steilhänge kennzeichnen den neuen Untersuchungsort, mit dem sich die Studierenden im Masterstudiengang Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung nun ein Jahr lang beschäftigen werden. Mitte Mai werden sie die ersten detaillierten Bestandsaufnahmen durchführen: Die Ausstattung mit Infrastrukturen und deren Erreichbarkeit, ortsbildprägende Gebäude und geschichtliche Merkmale, Leerstand und Treffpunkte, soziales Miteinander und Barrierefreiheit sind wichtige Themen in den Untersuchungen.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit 5 Arbeitsgruppen zu etwa 4 Personen ein starkes Team an engagierten Studierenden haben, die neugierig, aufgeschlossen und mit dem Blick von außen ihre Entdeckungsreise als zukünftige Ortsplaner*innen beginnen…

kirchRAUMpilot*innen starten durch!Ungewohnt möbliert starteten kirchRAUMpilot*innen in der Kehriger Kirche in eine neue...
30/03/2026

kirchRAUMpilot*innen starten durch!

Ungewohnt möbliert starteten kirchRAUMpilot*innen in der Kehriger Kirche in eine neue Phase ihres Projekts. Die Kirchen in Kehrig und Kirchwald werden im Rahmen des Projekts kirchRAUMpilot*innen über die gottesdienstliche Nutzung hinaus für ein Jahr zu Erprobungsräumen für neue Ideen, die den sozialen Zusammenhalt in den Orten stärken können. In Zukunft wird man dort Kaffee trinken und Kultur genießen, fair miteinander teilen, Kinder mit Nachhilfebedarf unterstützen und das Lesen fördern.

Es wird sich zeigen, ob die Kirchenräume zu alltäglich genutzten Orten des Miteinanders werden. Die Weichen dafür wurden in dieser gut besuchten Veranstaltung gestellt. Eine Repräsentantin des Fördermittelgebers, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat, sowie ein Vertreter der Verbandsgemeinde Vordereifel übergaben den beiden Projektgruppen symbolisch das Fördergeld.

Hochschule Koblenz
Bistum Trier
Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume

Was für ein tolles Angebot der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung: Eine kostenlose Fortbildung für alle Engagierten,...
26/03/2026

Was für ein tolles Angebot der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung: Eine kostenlose Fortbildung für alle Engagierten, die in ländlichen Räumen demokratische Prozesse gestalten möchten: „Region im Wandel – Konflikte verstehen & demokratisch gestalten!" Es sind noch einige wenige Plätze frei!

Intensive Zusammenarbeit, viele Perspektiven und starke Impulse für die Zukunft von Kottenheim: Studierende des Masterst...
24/03/2026

Intensive Zusammenarbeit, viele Perspektiven und starke Impulse für die Zukunft von Kottenheim: Studierende des Masterstudiengangs Integrierte Orts- und Sozialraumentwicklung haben die Ortsgemeinde in der Vordereifel ein Jahr lang themenübergreifend analysiert. Dabei haben sie vor allem die Baukultur, Infrastrukturen der Daseinsvorsorge, die Mobilität, ökologische Bedingungen, die Sozialplanung und die Beteiligungsmöglichkeiten von Bürger*innen untersucht und Vorschläge für die Zukunft erarbeitet.

Ein besonderes Merkmal des Projekts: die enge Verzahnung mehrerer Lehrveranstaltungen und die intensive, kontinuierliche Auseinandersetzung mit einem realen Projektort.

Die Ergebnisse wurden nun vor dem Gemeinderat präsentiert. Mit einem zugleich mutigen und kritischen Blick zeigten die Studierenden konkrete Ideen und Entwicklungsansätze für Kottenheim auf. Regionale Identität stärken, Flächen sparen, Mobilität ausweiten und inklusive Angebote für alle Generationen sind nur einige von vielen Themen, welche die Studierenden in ihren umfangreichen Projektarbeiten beschreiben.

Diese Impulse von außen nahmen die Vertreter*innen vor Ort interessiert und dankbar auf. Ortsbürgermeisterin Corinna Behrendt betonte die Bedeutung dieser Zusammenarbeit und würdigte das Engagement der Studierenden. Nun prüft der Gemeinderat, wie die Vorschläge der zukünftigen Entwicklung des Ortes zugutekommen können – ein wichtiger Schritt von der Lehre in die Umsetzung.

18/03/2026

Adresse

Konrad-Zuse-Straße 1
Koblenz
96075

Webseite

http://www.hs-koblenz.de/

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