Referat für Antirassismus - StuRa Uni Leipzig

Referat für Antirassismus - StuRa Uni Leipzig Das Referat für Antirassismus des StuRa der Universität Leipzig führt bildungspolitische Projekte und leistet rassimuskritische Arbeit.

Wenn du Lust auf hochschul(politische) Arbeit und ein tolles Team hast und dich neben dem Studium engagieren willst, dan...
30/03/2020

Wenn du Lust auf hochschul(politische) Arbeit und ein tolles Team hast und dich neben dem Studium engagieren willst, dann schau doch mal hier vorbei:
https://stura.uni-leipzig.de/mitmachen
Hier findest du alle Einzelheiten zu den frei werdenden Referaten und anderen Gremien.

Aktuell wird ein_e neue_r Referent_in für Antirassismus gesucht. Bei Fragen melde dich gerne unter [email protected]
https://stura.uni-leipzig.de/ausschreibung/referat-fuer-antirassismus

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Artikel via taz | Solidarität in Zeiten von Corona - Handeln statt Hamstern!
20/03/2020

Artikel via taz | Solidarität in Zeiten von Corona - Handeln statt Hamstern!

Gerade jetzt gilt es dran zu bleiben, wo nötig Widerspruch einzulegen und praktische Solidarität zu üben. Jetzt gilt Handeln statt Hamstern!

  | Immer noch, auch nach einem Monat - 10 Forderungen nach Hanau via Amadeu Antonio Stiftung
19/03/2020

| Immer noch, auch nach einem Monat - 10 Forderungen nach Hanau via Amadeu Antonio Stiftung

1. Rassismus benennen

Noch immer wird Rassismus verharmlost. Es ist Zeit, ihn als solchen zu benennen und nicht als Phänomen am rechten Rand abzutun. Rassismus ist tief in der Mitte unserer Gesellschaft verankert. Das anzuerkennen ist Grundlage, um wertvolle Präventionsarbeit zu leisten. Rassismus zu benennen bedeutet auch, die rassistische Stigmatisierung vermeintlich oder tatsächlich migrantischer Orte anzuerkennen. So wurden Shisha-Bars im Kontext von Diskursen der organisierten Kriminalität verortet und als anders markiert.

2. Forderungen der NSU-Untersuchungsausschüsse umsetzen

Noch immer warten zahlreiche Empfehlungen der NSU-Untersuchungsausschüsse auf ihre Umsetzung. Die offen gebliebenen Forderungen müssen umgehend evaluiert und zur Praxis werden. Es dürfen nicht noch mehr Menschen der Beratungsresistenz der deutschen Justiz und Strafverfolgung geopfert werden.

3. Rechte Gewalt konsequent verfolgen

Noch immer fühlen sich Rechtsextreme allzu sicher, wenn sie Straftaten begehen – und das mit gutem Grund. Viel zu oft werden Strafverfahren in Fällen von Hasskriminalität frühzeitig eingestellt, sei es aufgrund von mangelnder Sensibilität für Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit oder gezielt rassistischen Praktiken in den Behörden. Und selbst wenn Täter*innen verurteilt werden, bleibt die Durchführung der Haftbefehle mangelhaft. Erscheinen die Verurteilten nicht zu ihrer Haftstrafe, passiert häufig schlichtweg nichts. So kann es nicht weitergehen. Der Verfolgungsdruck bei rechter Gewalt muss höher werden, um Rassist*innen vor weiteren Taten abzuschrecken.

4. Betroffene digitaler Gewalt stärken

Indes trägt der digitale Raum massiv zur Radikalisierung bei. Dabei spielen Algorithmen den Rechtsextremen in die Hände: Je radikaler der Post, desto öfter wird er ausgespielt. In der Anonymität der Sozialen Medien können Rassist*innen ihrem Hass beinahe einhaltslos freien Lauf lassen. Und selbst wenn es zum Prozess kommt, können sie sich – wie die jüngsten Urteile gegen Sawsan Chebli und Renate Künast demonstrieren – auf einen überaus umfassenden Begriff der Meinungsfreiheit berufen. Das ermutigt, weiter zu hassen.

Betroffene von Hassrede hingegen bleiben mit ihren Erfahrungen viel zu oft allein. Spezialisierte Beratungsstellen für digitale Gewalt gibt es bisher nur sporadisch. Die Mittel fehlen, um flächendeckende, professionelle Arbeit zu leisten. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Zudem gilt es, Projekte zur Deradikalisierung von potenziellen Täter*innen im Netz zu unterstützen.

5. Demokratie wehrhaft machen

Klein klein hilft nicht mehr, unsere Demokratie muss endlich systematisch geschützt werden. Brandenburg hat bereits 2013 vorgemacht, wie das gehen kann: Das Bundesland hat den Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus in seine Verfassung geschrieben. Auch Sachsen-Anhalt hat seine Verfassung modernisiert. Das muss nun auch auf Bundesebene passieren.

Es ist an der Zeit, Antirassismus und Demokratieförderung als Staatsauftrag ins Grundgesetz mit aufzunehmen. Gleichzeitig ist eine Novellierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes erforderlich. Zentral ist hier die Einführung des Verbandsklagerechts. Nur so kann Menschen, die ohnehin schon von Diskriminierung betroffen sind, die emotionale Belastung eines Gerichtsverfahrens erspart werden.

6. Schutz für gefährdete Orte ausbauen

In der Folge von Hanau warnen Expert*innen vor Nachahmertaten: Rechtsextreme würden durch den Anschlag inspiriert und motiviert, es dem Attentäter gleich zu tun. Bereits jetzt zeigt sich, dass die Expert*innen Recht behielten. Seit Hanau wurden bereits mehrere Shisha-Bars beschossen, der Vorsitzende des Moscheenverbands Ditib angegriffen und eine Moschee mit Hakenkreuzen beschmiert.

Orte, die als migrantisch gelesen werden, sind jetzt besonders gefährdet. Deswegen gilt es, sie verstärkt unter Polizeischutz zu stellen. Zudem müssen muslimische und jüdische Einrichtungen und ihre Repräsentant*innen in besonderem Maß geschützt werden – beispielsweise durch die dauerhafte Präsenz von Polizist*innen vor Moscheen und Synagogen. Erst vor wenigen Monaten wurde ein Massaker an der jüdischen Gemeinde von Halle nur verhindert, weil die Eingangstür dem Beschuss des Terroristen standhielt. Sicherheitspolitische Maßnahmen können aber nur ein Teil der Antwort sein.

7. Null Toleranz für Rechtsextreme in Sicherheitsbehörden und Bundeswehr

Denn Sicherheitsbehörden sind Teil des Problems. Die mehrfachen Drohschreiben an die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız wurden von einem Polizeicomputer aus dem Frankfurter 1. Revier verschickt. Die Zahl der Rechtsextremen in der Bundeswehr ist laut Zahlen des militärischen Abschirmdienst im Jahr 2019 massiv gestiegen. Unabhängig davon, ob der sprunghafte Anstieg tatsächlich auf steigende Zahlen oder auf eine bis dato unzureichende Überprüfung durch die Sicherheitsbehörden zurückzuführen ist, ist diese Entwicklung besorgniserregend. Rechtsextreme Strukturen in der Bundeswehr müssen konsequent aufgedeckt und verfolgt werden. Zudem müssen rassistische Routinen in Sicherheitsbehörden und Bundeswehr durchbrochen werden.

8. Zivilgesellschaft stärken

In diesen Zeiten sollte die Stärkung all jener, die sich gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit engagieren, eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht anders aus: Mehr als 120 Initiativen mussten Ende letzten Jahres gegen die Umstrukturierung des Bundesprogramms Demokratie leben! kämpfen. Anstatt wertvolle Projektarbeit leisten zu können, bangten sie um ihre Weiterfinanzierung. Ende Februar kam dann die nächste Hiobsbotschaft. Der Nichtregierungsorganisation Attac wurde die Gemeinnützigkeit entzogen. Für andere zivilgesellschaftliche Organisationen bedeutet das vor allem eines: Rechtsunsicherheit. Finanziell hätte der Verlust der Gemeinnützigkeit für die meisten Initiativen und Organisationen massive Folgen.

Bereits im Jahr 2013 forderte der NSU-Untersuchungsausschuss ein Demokratiefördergesetz, mit dem Antidiskriminierungsprojekte endlich langfristig und nachhaltig unterstützt werden können. Ein solches Gesetz ist längst überfällig, damit die Rechtsextremismusprävention nicht an finanziellen Unwägbarkeiten scheitert. Darüber hinaus ist eine Novellierung des Gemeinnützigkeitsrechts dringend notwendig.

9. Diversitätskompetenz auf die Agenda setzen

In Verwaltung und Polizei, Schule und Betrieb, Zivilgesellschaft und unter Medienschaffenden fehlt es häufig schlicht an Diversitätskompetenz, um rassistisches Verhalten und diskriminierende Strukturen zu erkennen. Zivilgesellschaftliche Akteure stellen bereits seit Jahren ihre Expertise zur Rassismusprävention zur Verfügung. Diese muss genutzt und Rassismusprävention zur gesamtgesellschaftlichen Querschnittsaufgabe werden.

10. Partizipation von Menschen mit Einwanderungsgeschichte stärken

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel prangern Migrant*innenorganisationen an, dass Menschen mit Einwanderunsgeschichte im gesellschaftlichen Leben insgesamt und in politischen Institutionen im Besonderen massiv unterrepräsentiert sind. Die Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen fordert unter anderem einen Patizipationsrat mit umfangreichen Befugnissen ähnlich zum deutschen Ethikrat. So gelangt Rassismusprävention endlich dauerhaft ganz oben auf die politische Agenda. Dieser Forderung schließt sich die Amadeu Antonio Stiftung an. Struktureller Rassismus, der den geistigen Nährboden für Hasskriminalität bildet, kann nur beseitigt werden, wenn Menschen mit Einwanderungsgeschichte in allen Sphären des gesellschaftlichen und politischen Lebens adäquat repräsentiert sind. Ein Kabinettsausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus ist gut, wenn er nicht reine Symbolpolitik bleibt. Was wir brauchen, ist eine systematische Auseinandersetzung mit Rassismus.

  | "Vor genau einem Monat, am 19.2.2020, hat ein Faschist in Hanau unschuldige Menschen in zwei Shisha-Bars ermordet. D...
19/03/2020

| "Vor genau einem Monat, am 19.2.2020, hat ein Faschist in Hanau unschuldige Menschen in zwei Shisha-Bars ermordet. Dieser Anschlag richtete sich eindeutig gegen migrantische Jugendliche, gegen Orte migrantischen Lebens und sollte Angst und Schrecken unter migrantischen Menschen verbreiten. In den folgenden Tagen haben Politiker*innen Kerzen angezündet, warme Worte von "Betroffenheit" heruntergerattert und das Thema abgehakt. Für uns ist es das aber nicht: die Gefahr durch Rassist*innen nimmt nicht ab, und viel zu viele von uns mussten sich schon vor Corona fürchten, auf die Straße zu gehen.
Wir haben Vili, Sedat, Fatih, Ferhat, Gökhan, Mercedes, Kaloyan, Hamza und Said nicht vergessen!
Wir vergessen nicht die wachsende Gefahr von Rassist*innen und Faschist*innen und wir werden dafür sorgen, dass ein zweites Halle, ein zweites Hanau nicht möglich wird!"


Petition |  : Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern - auch an den Außengrenzen!--Petition |  : Prevent the Corona cata...
19/03/2020

Petition | : Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern - auch an den Außengrenzen!
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Petition | : Prevent the Corona catastrophe now - also at the external borders!

: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern - auch an den Außengrenzen!

18/03/2020

Fotoaktion | 1 Monat Hanau – wir vergessen euch nicht!

Vor genau einem Monat, am 19.2.2020, hat ein Faschist in Hanau unschuldige Menschen in zwei Shisha-Bars ermordet. Dieser Anschlag richtete sich eindeutig gegen migrantische Jugendliche, gegen Orte migrantischen Lebens und sollte Angst und Schrecken unter migrantischen Menschen verbreiten. In den folgenden Tagen haben Politiker*innen Kerzen angezündet, warme Worte von "Betroffenheit" heruntergerattert und das Thema abgehakt. Für uns ist es das aber nicht: die Gefahr durch Rassist*innen nimmt nicht ab, und viel zu viele von uns mussten sich schon vor Corona fürchten, auf die Straße zu gehen.
Wir haben Vili, Sedat, Fatih, Ferhat, Gökhan, Mercedes, Kaloyan, Hamza und Said nicht vergessen!
Wir vergessen nicht die wachsende Gefahr von Rassist*innen und Faschist*innen und wir werden dafür sorgen, dass ein zweites Halle, ein zweites Hanau nicht möglich wird!

Lasst uns zeigen, dass wir trotz Corona zusammenstehen und kämpfen wollen.
*Postet morgen um 14 Uhr ein Foto von euch mit einem Schild mit dem Hashtag auf allen sozialen Medien.* Lasst uns einen twitterstorm entfachen und alle Menschen daran erinnern:
Hanau war kein Einzelfall, Widerstand überall!



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Photo campaign | 1 month Hanau - we will not forget you!

Exactly one month ago, on 19.2.2020, a fascist murdered innocent people in two Shisha-Bars in Hanau. This attack was clearly directed against migrant youth, against places of migrant life and was supposed to spread fear and terror among migrant people. In the following days, politicians lit candles, rattled down warm words of "consternation" and put an end to the topic. But for us it is not: the danger by racists is not decreasing, and far too many of us had to be afraid to go out on the streets.
We have not forgotten Vili, Sedat, Fatih, Ferhat, Gökhan, Mercedes, Kaloyan, Hamza and Said!
We do not forget the growing danger of racists and fascists and we will make sure that a second Halle, a second Hanau will not be possible!

Let us show that we want to stand and fight together despite Corona.
*Post a photo of you tomorrow at 2 pm with a sign with the hashtag (Hanau was not an individual case) on all social media.* Let's start a twitterstorm and remind all people of it:
Hanau was not an individual case, resistance everywhere!

Appell | "Aufnehmen statt sterben lassen! - Während Europa zum Schutz vor Corona strenge Maßnahmen ergreift, kann Griech...
18/03/2020

Appell | "Aufnehmen statt sterben lassen! - Während Europa zum Schutz vor Corona strenge Maßnahmen ergreift, kann Griechenland die medizinische Versorgung der Geflüchteten nicht sicherstellen."

Während Europa zum Schutz vor Corona strenge Maßnahmen ergreift, kann Griechenland die medizinische Versorgung der Geflüchteten nicht sicherstellen.

18/03/2020

"In Griechenland leben nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfe UNHCR derzeit 115.600 Flüchtlinge und Asylsuchende. Davon sitzen laut dem Migrationsministerium Athen 42.000 Menschen auf den griechischen Ägäisinseln vor der türkischen Küste fest. 34 Prozent der insgesamt 42.000 Schutzsuchenden auf ...

18/03/2020

Heute jährt sich der menschenverachtende EU-Türkei- zum vierten Mal. Der Deal beinhaltet nicht nur sechs Milliarden Euro für den Türkischen Staat, damit dieser die EU-Außengrenze schützt, sondern auch den Beschluss, dass Menschen, die über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, wieder in die Türkei abgeschoben werden sollen. Das hat verheerende Folgen! Bis es zu der Entscheidung über die Abschiebung kommt, sitzen die Menschen monate- bis jahrelang auf den Inseln fest. Unter menschenunwürdigsten Bedingungen hausen sie in maßlos überfüllten Lagern ohne ausreichend sanitäre Anlagen, gesundes Essen und medizinische Versorgung. Wir kennen alle die Bilder von . Moria ist Ergebnis des EU-Türkei Deals. Ein Deal mit Menschenleben. Deswegen lasst uns gemeinsam „Nein“ sagen zu diesem dreckigen Deal. Im Mittelmeer und an der Grenze sterben auch jetzt noch Menschen. Lasst uns das in Zeiten von Corona nicht vergessen! Lasst uns nicht aufhören mit unserem Umfeld darüber zu reden! Lasst uns Spenden sammeln für die NGOs vor Ort und lasst uns die Bundesregierung und die EU weiter unter Druck setzen! Denn nicht nur unsere schwachen Nachbar*innen brauchen Solidarität. Solidarität muss alle einschließen!

👉EU-Türkei-Deal stoppen!
👉Griechische Inseln evakuieren!
👉Gewalt an den EU-Außengrenzen beenden!

16/03/2020

Adresse

Leipzig
04109

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