06/07/2026
Klinik-Clown Christoph Gilsbach war Gast im Seminar zu Sterben, Tod und Trauer bei Prof.in Dr. Andrea Tafferner
Christoph Gilsbach ist Pantomime und seit über 30 Jahren einer der Klinik-Clowns am Universitätsklinikum Münster (UKM). Als „Professor Spargetti“ besucht er die mitunter streng isolierten Kinder auf der Infektionsabteilung, der Dialysestation oder als Patienten einer Knochenmarktransplantation. Aber auch in der Erwachsenen-Onkologie, der Geriatrie und im Hospiz ist er unterwegs.
„Seifenblasen sind ein Wundermittel“, weiß Prof. Spargetti, denn sie verändern die Atmosphäre im Raum. Sie ziehen die Aufmerksamkeit eines kranken Kindes „nach außen“, sie geben „Lebens-Impulse“, die wiederum die innere Befindlichkeit verändern. Dass Seifenblasen zudem auch Glückskugeln sein können, konnten die Studierenden unmittelbar erleben. Hat er nicht gerade einen kleinen Glücksbringer aus einer Seifenblase gezaubert? Hoppla, wie ging das denn?
Am Schluss wurde – trotz der Hitze – zur Musik der Drehorgel sogar ein bisschen getanzt! Schon das Aufsetzen einer roten Nase hat ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Wie man mit kleinen Mitteln aus traurigen, resignativen und angstbesetzten Gefühlslagen auf einmal etwas Helles und Leichtes herauslocken kann, davon kann Christoph Gilsbach unendlich viel erzählen. Mit Dankbarkeit und Demut schaut er auf seine vielen Begegnungen mit kranken und sterbenden Kindern und Erwachsenen. Seine Berichte haben berührt und eine wichtige Dimension des Lebens auch im Sterben eröffnet: die heitere, helle und heile Seite – eben „alles, was der Seele Stärkung schenkt“.
Foto: Prof.in Dr. Andrea Tafferner