16/10/2026
Wie lässt sich Brustkrebs im Screening früher erkennen? Eine große Studie mit knapp 100.000 Frauen liefert dazu wichtige Hinweise ☝ . Die digitale Brust-Tomosynthese könnte dazu beitragen, dass weniger Brustkrebserkrankungen zwischen zwei regulären Screenings entdeckt werden.
Bei diesem Verfahren werden aus Röntgenaufnahmen, die aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen wurden, Schichtbilder der Brust erstellt. Dadurch lassen sich Tumoren besser erkennen, die bei einer herkömmlichen Mammografie durch überlagerndes Gewebe verdeckt sein können.
Im ersten Jahr nach einem unauffälligen Screening lag die Rate sogenannter invasiver Intervallkarzinome in der Tomosynthese-Gruppe um 29 Prozent niedriger als in der Gruppe mit herkömmlicher Mammografie. Über einen Zeitraum von zwei Jahren war die Rate um 24 Prozent niedriger. Dieser Unterschied war allerdings statistisch nicht signifikant.
Die Ergebnisse der bislang weltweit größten Vergleichsstudie dieser beiden Verfahren haben Forschende der Universität Münster und des Universitätsklinikum Münster gemeinsam mit weiteren Partnern in The Lancet Oncology (The Lancet Group) veröffentlicht.
Welche Erkenntnisse die Studie liefert und welche Fragen noch offen sind, erfahren Sie hier 👉 https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=15720
Bild: Die digitale Brust-Tomosynthese macht eine Brustkrebserkrankung in einem frühen Stadium durch die umgebende Strukturstörung (Pfeil) sichtbar. Aufgrund dieses markanten Kriteriums können im Mammografie-Screening Diagnosen effektiv vorverlegt werden. © Referenzzentrum Mammographie Münster