24/12/2025
|| Advent und Umbau: Siebtes Türchen 🏗️ ||
💒Im letzten Türchen stellen wir euch Hessens erste Begräbniskirche vor: St. Michael im Frankfurter Nordend, die 1953 nach den Plänen von Rudolf Schwarz fertiggestellt wurde. An der Umsetzung waren auch Maria Schwarz und Karl Wimmenauer beteiligt.
⬜️ Der Nachkriegsbau, der zwischen Siedlungsbauten der 1920er Jahre und Wohnzeilen der Nachkriegsjahre eingebettet ist, wurde im Grundriss als gerundete Kreuzform konzipiert. Das elliptische Kirchenschiff schließt im Norden mit einem dreifach gerundeten Chor ab, während sich auf dem südwestlich gelegenen Kirchenplatz der zylindrische Glockenturm in die Höhe streckt. Die rote Klinkerfassade wird von grauen Betonstreben unterbrochen.
⚱️ Mit der Errichtung des Zentrums für Trauerseelsorge verlor die Kirche 2007 ihre bisherige Rolle als Pfarrkirche, seit 2025 wandelt sich die Kirche nun von der Profilkirche zur Begräbniskirche, die bis zu 2500 Urnen beherbergen soll. Das Architekturbüro Meixner, Schlüter und Wendt hat sich für die Umgestaltung des Innenraums eine organische Struktur überlegt, die das Schwarz’sche Motiv des offenen Ringes aufgreift: Die Urnenplätze werden in 2,50 Meter hohen offenen Ringen angelegt, was die Öffnung zwischen Weltlichem und Ewigem darstellen soll.
📸 Fotos:
1+2+4:Dontworry via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0
3: Karsten11 vis Wikimedia Commons
5: Urmelbwauftragter via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0