Prof. Dr. Thomas König - LS Politikwissenschaft, Europäische Politik

Prof. Dr. Thomas König - LS Politikwissenschaft, Europäische Politik Der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Europäische Politik gehört zur Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim.

Professor Dr. Thomas König ist seit 2007 der Lehrstuhlinhaber. Impressum: https://www.sowi.uni-mannheim.de/koenig/

Adresse

A5, 6
Mannheim
68159

Allgemeine Information

Im Mittelpunkt der Forschung von Professor König steht die Anwendung von Theorien politischen Entscheidens und Verhandelns, insbesondere spieltheoretische Modelle der strategischen Entscheidungsfindung. Diese Theorien wendet er vor allem auf die Erklärung politischer Reformen an. Zurzeit leitet König den Sonderforschungsbereich 884 der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Political Economy of Reforms“ sowie die Sommerschule „Empirical Implications of Theoretical Models Europe“ (EITM). Werdegang Nach seinem Studium der Politikwissenschaft und Romanistik an den Universitäten Heidelberg und Mannheim war König Wissenschaftlicher Angestellter an der Forschungsstelle für gesellschaftliche Entwicklungen, die von Rudolf Wildenmann geleitet wurde. Von 1988 bis 1990 war er dann am Institut für Soziologie der Universität Kiel bei Franz Urban Pappi im internationalen Forschungsprojekt „Politikfeld Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika: Ein Vergleich der politischen Entscheidungsprozesse“ tätig. 1990 wurde König mit der Dissertation „Organisierte Einflüsse auf die Gesetzgebung im Politikfeld Arbeit“ im Fach Politische Wissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim promoviert. In den Jahren 1990 bis 1992 war er Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl Politische Wissenschaft I der Universität Mannheim bei Franz Urban Pappi; von 1992 bis 1997 Hochschulassistent an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim. 1996 und 1997 folgte eine Assistenzprofessor am Interuniversity Center for Social Science Theory and Methodology (ICS) an der Universität Groningen (Niederlande) bei Frans Stokman. 1997 wurde König im Fach Politische Wissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim mit der Schrift „Koordination, Kooperation und die Wahrung staatlicher Handlungsfreiheit“ habilitiert. Von 1997 bis 1999 war er Vertretungsprofessor an der Universität des Saarlandes; 1999 nahm er ein DFG-Heisenberg-Stipendiat an der Stanford University (USA) bei Bruce Bueno de Mesquita wahr; 1999 bis 2003 war er dann Professor an der Universität Konstanz und von 2002 bis 2003 Fulbright Professor an der Washington University in St. Louis. Von Oktober 2003 bis Mitte 2007 war König Professor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, seit September 2007 an der Universität Mannheim. Forschung König etablierte sich schon frühzeitig auf nationaler und internationaler Ebene mit seinen Arbeiten zur Verhandlungs- und Entscheidungsforschung. In frühen Arbeiten stand die Kombination von Netzwerk- und Institutionenanalyse im Vordergrund. Es folgten Untersuchungen zur räumlichen Positionierung von Akteuren in internationalen und europäischen Verhandlungen, die mit Ansätzen zur strategischen Agendasetzung und Ausübung von Vetomacht verbunden und empirisch überprüft werden. Diese Verbindung von Theorie und Empirie ist ein Merkmal seiner Arbeiten, die sich zunehmend auf die Machbarkeit von Reformen konzentrieren. Besonders auf dem Gebiet der vergleichenden Politik- und Europaforschung finden sich zahlreiche Arbeiten in führenden Fachzeitschriften und Verlagen. Besonderes Merkmal dieser Arbeiten ist die Verbindung von Einsichten verschiedener Disziplinen wie der Ökonomie, Soziologie und Statistik mit relevanten Fragen und Themen der Politikwissenschaft. Ehrungen Für seine Arbeiten erhielt König mehrfach Preise und Auszeichnung wie die Karl W. Deutsch-Ehrenprofessur vom Wissenschaftszentrum Berlin (1997), die Ernennung zum Visiting Professor der Universität Rom (2000), den Harrison Prize der britischen Politikwissenschaft (2001), den Fulbright Distinguished Chair an der Washington University St. Louis (2002), die Nominierung zum Descartes Forschungspreis der Europäischen Union (2006), das W. Glenn Campbell and Rita Ricardo-Campbell National Fellowship an der Stanford University (2009).

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