09/04/2024
Neues aus der : Unser Oberarzt Hendrik Heers hat sich in 2 neuen Publikationen mit urinbasierter Diagnostik bei bzw. beschäftigt.
Dabei geht es um „geruchsbasierte“ Technologien: Mit einer „elektronische Nase“ und mit Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) werden flüchtige organische Verbindungen (VOC) in der Luft über Urinproben erfasst.Hintergrund der ersten Publikation ist, dass SARS-CoV-2 in der Regel anhand von Nasen-/Rachenabstrichen diagnostiziert wird. Diese Tests sind für Patienten oft unangenehm und anfällig für falsche Ergebnisse. In der Studie wurde ein neuer diagnostischer Ansatz zur Covid-19-Detektion aus dem Urin von Patienten untersucht.
Die VOC-basierte Covid-Diagnose aus Urin ein vielversprechender neuer Ansatz. Es wurden molekulare Peaks identifiziert, die offensichtlich krankheitsspezifisch sind. Weitere Studien sind erforderlich, um die Empfindlichkeit und Spezifität zu validieren.
Hintergrund der zweiten Publikation ist, dass viele Krankheiten spezifische Stoffwechselprodukte hinterlassen, die in Atem und Urin als flüchtige organische Verbindungen (volatile organic compounds, VOC) nachgewiesen werden können. VOC-basierte Methoden wurden bereits zum Nachweis von verschiedenen Tumor- und Infektionserkrankungen beschrieben. In der aktuellen Studie wurde untersucht, ob Prostatakrebs anhand von VOCs im Urin diagnostiziert werden kann.
Als Ergebnis der zweiten Studie lässt sich festhalten, dass der VOC-basierte Nachweis von Prostatakrebs prinzipiell machbar erscheint. Während die ersten Ergebnisse mit einer elektronischen Nase einige Einschränkungen aufweisen, kann der Ansatz mit anderen urinbasierten Markersystemen konkurrieren. Allerdings scheint der VOC-basierte Nachweis weniger zuverlässig zu sein als der PSA-Test.
Lieber Hendrik, liebes Autorenteam, herzlichen Glückwunsch zu diesen interessanten Publikationen und den tollen Forschungsergebnissen!
Den Link zu den Artikeln gibt es bald auf unserer Homepage www.urologie-mr.de > Forschung