Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) Dr. Stefanie Schüler-Springorum.

Das Zentrum für Antisemitismusforschung ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Berlin und wird geleitet von Prof.

Final Call - Letzter Aufruf: EVA REICHMANN BUCHPREIS 2026 Deadline: 15. April 2026Das Zentrum für Antisemitismusforschun...
12/04/2026

Final Call - Letzter Aufruf: EVA REICHMANN BUCHPREIS 2026
Deadline: 15. April 2026

Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) schreibt 2026 erstmals den Eva-Reichmann-Buchpreis für ein herausragendes Werk im Bereich der Antisemitismus- und Holocaustforschung aus. Es wird eine wissenschaftliche Studie (keine Sammelbände, keine Übersetzungen) ausgezeichnet, die 2025 erschienen ist und thematisch und methodisch überzeugt und neue Forschungsansätze anregt. Für die Teilnahme können deutsch- und englischsprachige Arbeiten eingereicht werden.
Der Preis ist mit € 3.000,- dotiert.
Eva Reichmann, geb. Jungmann, wurde 1897 in Lublinitz (Schlesien) geboren. Die promovierte Soziologin war von 1924 an beim Centralverein für deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit verfasste sie zahlreiche Beiträge für die C.V.-Zeitung „Der Morgen“, zu deren Herausgebern Reichmann von 1933 bis 1938 gehörte. Nachdem ihr zusammen mit ihrem Mann im Jahr 1939 die Flucht aus NS-Deutschland gelungen war, setzte sie ihre publizistischen Tätigkeiten in London fort und wurde zur Leiterin der Forschungsabteilung der Wiener Library ernannt. Außerdem gehörte Reichmann zu den Gründungsmitgliedern des Leo-Baeck-Institutes in London. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten setzte sie sich mit der Situation der deutschen Juden und dem Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft auseinander. Reichmann beschäftigte sich früh mit der Geschichte des Mordes an den europäischen Juden und sprach sich für einen andauernden Dialog zwischen Juden und Christen aus. Im Jahr 1998 starb Eva Reichmann im Alter von 101 Jahren in London.

ZfA-Forschungskolloquium José Brunner (Tel Aviv) - Die Verlockungen des Status Quo und negativer Utopien: Warum es im Is...
09/04/2026

ZfA-Forschungskolloquium

José Brunner (Tel Aviv) - Die Verlockungen des Status Quo und negativer Utopien: Warum es im Israel-Palästina-Konflikt zu keinem Kompromiss kommt

Bitte beachten Sie: Montag, den 13.4., ab 18 Uhr im TU Hauptgebäude, Raum H3005 (nur in Präsenz)

Im Israel-Palästina-Konflikt haben Teilungspläne, die zu einer Kompromisslösung führen sollen, statt einer Beruhigung des Konflikts immer wieder Gewalteskalationen zur Folge. Dieser Vortrag untersucht eine Reihe psychologischer Faktoren, die dazu führen, dass im Nahen Osten Kompromissvorschläge immer wieder einen überraschenden und tragischen Bumerang-Effekt auslösen.

José Brunner ist Professor Emeritus an der Buchmann Fakultät für Rechtswissenschaften und am Cohn Institut für Geschichte und Wissenschaftsphilosophie und Ideengeschichte an der Universität Tel Aviv. Seine Forschung befasst sich hauptsächlich mit der Schnittstelle von Geschichte und Politik einerseits und Psychologie und Psychoanalyse andererseits. Seine jüngste Veröffentlichung: Brutale Nachbarn: Wie Emotionen den Nahostkonflikt antreiben - und entschärfen können (Berlin 2025).

Die nächsten Termine des Forschungskolloquiums:
+++ 22.04.26 – Robin Celikates (Berlin) – Was ist Staatsrassismus?
+++ 29.04.26 – Tatjana Tönsmeyer (Wuppertal) – Buchvorstellung – Unter deutscher Besatzung. Europa 1939-1945

Mit freundlichen Grüßen
Das ZfA-Team

© privat; Foto: Magdalena Deffner

Das neue Programm des ZfA-Forschungskolloquiums für das Sommersemester 2026:
26/03/2026

Das neue Programm des ZfA-Forschungskolloquiums für das Sommersemester 2026:

Buchpräsentation von Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe:  Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung u...
24/02/2026

Buchpräsentation von Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe:

Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung und Kollaboration

3. März, 19:00 Uhr,
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Topographie des Terrors

Grußwort: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Direktorin des ZfA
Moderation: Dr. Markus Nesselrodt, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/O.

Nach dem deutschen Überfall auf Polen entstand am 26. Oktober 1939 das „Generalgouvernement“. Von den deutschen Besatzern regiert, umfasste es etwa ein Drittel des polnischen Staatsgebiets.

In seinem Buch "Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung und Kollaboration" (2024) stellt Grzegorz Rossoliński-Liebe auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen ausgewählte polnische Bürgermeister im Generalgouvernement vor und untersucht, wie diese sich während des Zweiten Weltkriegs verhielten. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass polnische Bürgermeister zentrale Akteure innerhalb der nationalsozialistischen Verwaltung des Generalgouvernements waren, die unter ihren direkten Vorgesetzten, den deutschen Kreis- und Stadthauptmännern, die Kommunalpolitik mitgestalteten. Gezeigt wird, auf welche Weise und in welchem Ausmaß polnische Bürgermeister die deutschen Besatzer bei der Verfolgung und Ermordung der Juden unterstützten, aber auch, dass einige Bürgermeister Juden geholfen haben. In die Analyse werden kleine Städte wie Otwock, mittelgroße wie Tschenstochau und Metropolen wie Warschau einbezogen.

Grzegorz Rossoliński-Liebe ist Alfred Landecker Lecturer und Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen gehört "Stepan Bandera: The Life and Afterlife of a Ukrainian Nationalist: Fascism, Genocide and Cult" (2014). Mit der vorliegenden Studie wurde er an der Freien Universität Berlin habilitiert.

Markus Nesselrodt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder). Zu seinen Veröffentlichungen zählt der Band "Dem Holocaust entkommen. Polnische Juden in der Sowjetunion, 1939–1946" (2019).

Ort: Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

Eintritt frei, eine Anmeldung ist erforderlich unter:
[email protected]

Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erteilen Sie Ihr Einverständnis, dass Fotoaufnahmen Ihrer Person als Teil von Überblickseinstellungen im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden können.

Abschlussbericht zu Rassismus in deutschen Institutionen und institutionellen Rassismus in Deutschland erschienen: Die e...
17/02/2026

Abschlussbericht zu Rassismus in deutschen Institutionen und institutionellen Rassismus in Deutschland erschienen:
Die empirische Studie „Rassismus als Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Kontext ausgewählter gesellschaftlicher-institutioneller Bereiche“ zeigt, dass Rassismus und Antiziganismus in zahlreichen Behörden und Institutionen in Deutschland verankert sind. Erarbeitet wurde die Studie vom Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (Standort Berlin am ZfA). In 23 Teilprojekten wurde Rassismus in bundesdeutschen Institutionen wie der Polizei, der Bundesagentur für Arbeit, Ordnungs- oder Sozialämtern untersucht. Die Ergebnisse und daraus resultierende Handlungsempfehlungen sind hier zugänglich:

Das FGZ erforscht als Verbundprojekt an elf Standorten Begriff und Konzeptionen, Quellen und Gefährdungen, Folgen und Wirkungen sowie historische, globale und regionale Kontexte gesellschaftlichen Zusammenhalts. Das FGZ arbeitet interdisziplinär und im ständigen Dialog mit der Öffentlichkeit.

AUSSCHREIBUNG: EVA-REICHMANN-BUCHPREIS 2026Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) schreibt 2026 erstmals den Eva-...
16/02/2026

AUSSCHREIBUNG: EVA-REICHMANN-BUCHPREIS 2026
Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) schreibt 2026 erstmals den Eva-Reichmann-Buchpreis für ein herausragendes Werk im Bereich der Antisemitismus- und Holocaustforschung aus. Es wird eine wissenschaftliche Studie (keine Sammelbände, keine Übersetzungen) ausgezeichnet, die 2025 erschienen ist und thematisch und methodisch überzeugt und neue Forschungsansätze anregt. Für die Teilnahme können deutsch- und englischsprachige Arbeiten eingereicht werden.

Der Preis ist mit € 3.000,- dotiert.

Eva Reichmann, geb. Jungmann, wurde 1897 in Lublinitz (Schlesien) geboren. Die promovierte Soziologin war von 1924 an beim Centralverein für deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit verfasste sie zahlreiche Beiträge für die C.V.-Zeitung „Der Morgen“, zu deren Herausgebern Reichmann von 1933 bis 1938 gehörte. Nachdem ihr zusammen mit ihrem Mann im Jahr 1939 die Flucht aus NS-Deutschland gelungen war, setzte sie ihre publizistischen Tätigkeiten in London fort und wurde zur Leiterin der Forschungsabteilung der Wiener Library ernannt. Außerdem gehörte Reichmann zu den Gründungsmitgliedern des Leo-Baeck-Institutes in London. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten setzte sie sich mit der Situation der deutschen Juden und dem Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft auseinander. Reichmann beschäftigte sich früh mit der Geschichte des Mordes an den europäischen Juden und sprach sich für einen andauernden Dialog zwischen Juden und Christen aus. Im Jahr 1998 starb Eva Reichmann im Alter von 101 Jahren in London.

https://www.tu.berlin/asf/forschung/eva-reichmann-buchpreis

Am 10.02. (morgen) um 16:00 Uhr stellen Studierende des ZfA im Rahmen des  Themennachmittags "Heute und morgen an gester...
09/02/2026

Am 10.02. (morgen) um 16:00 Uhr stellen Studierende des ZfA im Rahmen des Themennachmittags "Heute und morgen an gestern erinnern" ihre Arbeiten über die jüdischen Historiker Joseph Wulf und Tom Werner Angress vor.
Im Anschluss diskutieren sie mit Freya Ziegelitz (Gedenkstätte Ravensbrück) und Dr. Marcus Funck (ZfA) über kritische Gedenk- und Erinnerungsarbeit.
Ort: Architekturforum der TU Berlin, Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni 152
P.S.: anschließend gibt es Kaffee und Kuchen

NEU ERSCHIENEN: Band 34 des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung, herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum. Das Ja...
03/02/2026

NEU ERSCHIENEN: Band 34 des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung, herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum. Das Jahrbuch bietet erneut einen vielschichtigen, international ausgerichteten Blick auf Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus. Der Band eröffnet mit einem letzten Beitrag der vor kurzem verstorbenen Historikerin Gisela Bock zu jüdischen Feministinnen in der deutschen Frauenbewegung. Weitere Studien reichen von Pogromen des 19. Jahrhunderts über protestantischen Antisemitismus und arabische Holocaust-Historiografien bis hin zu politischen Diskursen der Bundesrepublik nach 1945. Zeitgeschichtliche und gegenwartsbezogene Beiträge untersuchen jüdische Identitäten, aktuelle Antisemitismusdebatten sowie antisemitische Ideologien in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten. Den Abschluss bildet die deutsche Übersetzung eines im Sommer 2025 an der Humboldt-Universität zu Berlin gehaltenen Vortrags von Shaul Magid zu innerjüdischen Debatten über Antisemitismus.

03/02/2026

Mark Roseman, Distinguished Professor of History and Pat M. Glazer Chair in Jewish Studies at Indiana University, delivered the inaugural Herbert A. and Lotte Strauss Lecture at TU Berlin tonight on the occasion of Holocaust Remembrance Day. In his lecture, “How Jewish Was the Holocaust?,” Professor Roseman explored whether the Holocaust should be understood as a uniquely Jewish event or within broader histories of violence in the modern era, and reflected on what this question means for our historical understanding and present moment.

The Herbert A. and Lotte Strauss Lecture is a new annual event initiated by the Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin and held each year on January 27. Named in honor of Herbert A. Strauss and Lotte Strauss – influential scholars of Jewish history, antisemitism, and the Holocaust – the series aims to strengthen scholarly engagement with these fields while fostering international academic exchange.

Adresse

Kaiserin-Augusta-Allee 104/106
Moabit
10553

Öffnungszeiten

Montag 10:30 - 11:30
14:00 - 15:00
Dienstag 10:30 - 11:30
14:00 - 15:00
Mittwoch 10:30 - 11:30
14:00 - 15:00
Donnerstag 10:30 - 11:30
14:00 - 15:00
Freitag 10:30 - 11:30
14:00 - 15:00

Telefon

+493031425851

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Über uns

Willkommen auf der zentralen Facebook-Seite des Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Das 1982 gegründete ZfA zählt zu den weltweit bedeutendsten Einrichtungen seiner Art. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die interdisziplinäre Grundlagenforschung zum Antisemitismus in seinen vielfältigen Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen in Vergangenheit und Gegenwart, doch wird diese seit jeher um benachbarte Themenfelder erweitert. Umfangreiche Forschungen beispielsweise zur Geschichte des Holocaust, zur deutsch-jüdischen Geschichte, zu anderen Ausprägungen von Rassismus und Gewalt oder zu Minderheiten in Deutschland belegen diese konzeptionelle und thematische Breite. Im Frühjahr 1992 wurde zudem zur materiellen und ideellen Unterstützung der Aktivitäten des Zentrums der "Verein der Freunde und Förderer des Zentrums für Antisemitismusforschung" gegründet.