12/04/2026
Final Call - Letzter Aufruf: EVA REICHMANN BUCHPREIS 2026
Deadline: 15. April 2026
Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) schreibt 2026 erstmals den Eva-Reichmann-Buchpreis für ein herausragendes Werk im Bereich der Antisemitismus- und Holocaustforschung aus. Es wird eine wissenschaftliche Studie (keine Sammelbände, keine Übersetzungen) ausgezeichnet, die 2025 erschienen ist und thematisch und methodisch überzeugt und neue Forschungsansätze anregt. Für die Teilnahme können deutsch- und englischsprachige Arbeiten eingereicht werden.
Der Preis ist mit € 3.000,- dotiert.
Eva Reichmann, geb. Jungmann, wurde 1897 in Lublinitz (Schlesien) geboren. Die promovierte Soziologin war von 1924 an beim Centralverein für deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit verfasste sie zahlreiche Beiträge für die C.V.-Zeitung „Der Morgen“, zu deren Herausgebern Reichmann von 1933 bis 1938 gehörte. Nachdem ihr zusammen mit ihrem Mann im Jahr 1939 die Flucht aus NS-Deutschland gelungen war, setzte sie ihre publizistischen Tätigkeiten in London fort und wurde zur Leiterin der Forschungsabteilung der Wiener Library ernannt. Außerdem gehörte Reichmann zu den Gründungsmitgliedern des Leo-Baeck-Institutes in London. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten setzte sie sich mit der Situation der deutschen Juden und dem Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft auseinander. Reichmann beschäftigte sich früh mit der Geschichte des Mordes an den europäischen Juden und sprach sich für einen andauernden Dialog zwischen Juden und Christen aus. Im Jahr 1998 starb Eva Reichmann im Alter von 101 Jahren in London.