Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde

Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde Die Wirtschaftpartner im naturheilkundlichen Gesundheitsmarkt unterstützen die HeilpraktikerInnen und den Erhalt der Therapiefreiheit

16/06/2022
Heilpraktiker:innen mit einer Stimme, einem Auftreten, einer Stellungnahme, 24.06.2021 ein historischer Moment:         ...
25/06/2021

Heilpraktiker:innen mit einer Stimme, einem Auftreten, einer Stellungnahme, 24.06.2021 ein historischer Moment: Der Bundesgesundheitsminister empfing Heilpraktiker:innen in Berlin. 19 Autor:innen aus 16 Berufs- und Fachverbänden - alle Beteiligten siehe https://www.heilpraktiker1.de/voller-einsatz/, haben auf Initiative von MdB Alexander Krauß, ein gemeinsames Eckpunkte-Papier zum Heilpraktikerberuf erarbeitet. Eine Delegation hat dieses Papier dem Bundesgesundheitsminister übergeben.

30/03/2021

Sie sind seit 36 Jahren Berufshaftpflicht-Versicherer für Heilpraktiker. Wie hat sich das Heilpraktikerwesen seit 1985 verändert?

Gemeinsamer Erfolg für Heilpraktiker  -  IQHP Gesamtkonferenz DDHLaborleistungen für Heilpraktiker bleiben erhalten -   ...
11/02/2021

Gemeinsamer Erfolg für Heilpraktiker - IQHP Gesamtkonferenz DDH
Laborleistungen für Heilpraktiker bleiben erhalten - Gemeinschaftsleistung brachte Erfolg
Das Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde berichtet:
Der Bundestag beschloss am 28. Januar 2021 das MTA-Reform-Gesetz.
Ursprünglich war im Gesetzesentwurf eine geplante Einschränkung für Heilpraktiker/innen in Bezug auf Erbringung von Laborleistungen vorgesehen.
Durch das unermüdliche Engagement vom Bundestagsabgeordneten Alexander Krauss und weiteren Mitgliedern des Gesundheitsausschusses wurde diese Änderung zum Wohle der Heilpraktiker wieder gekippt.
Link Rede MdB Alexander Krauss
https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7499142 =bWVkaWF0aGVrb3ZlcmxheT92aWRlb2lkPTc0OTkxNDI=&mod=mediathek
Aufgrund der bestehenden Kontakte mit der im Redebeitrag des MdB Alexander Krauss genannten INITIATIVE für QUALITÄTSSICHERUNG im HEILPRAKTIKERBERUF (BDN e.V., BDHN e.V., VDH e.V.,
AGTCM e.V., Netzwerk Heilpraktiker für ästhetische Medizin) betonte der Politiker noch einmal die Notwendigkeit einer zukünftigen Reform. Hierbei nannte er Eckpunkte der von der IQHP vertretenen Agenda für die Zukunftsgestaltung Heilpraktikerberuf.
Wie uns bekannt wurde, führte die IQHP (Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf), vertreten durch Herbert Eger, BDHN e.V., Ulrich Erdmann BDN e.V., unmittelbar nach Bekanntwerden der beabsichtigten Änderungen im MTA-Gesetzesentwurf Anfang Oktober 2020 in Berlin persönliche Gespräche mit Mitgliedern des Gesundheitsausschusses Deutscher Bundestag.
Bei der öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses Deutscher Bundestag im Dezember 2020 zum MTA-Gesetz erläuterte die Presse-Sprecherin der IQHP Homeira Heidary den Abgeordneten die Bedeutung der Labormedizin in der Ausbildung und der Heilpraktiker-Berufsausübung.
Darüber hinaus konnte bei der Anhörung auch die Vorsitzende des FDH e.V./DDH Ursula Hilpert-Mühlig eine Darstellung des Heilpraktiker-Berufsstandes vortragen.
Im Vorfeld hatten sich natürlich auch die teilnehmenden Heilpraktiker-Berufsverbände und Fachgesellschaften der Gesamtkonferenz und betroffene Laboratorien mit schriftlichen Stellungnahmen und Gesprächen mit ihren politischen Kontakten engagiert, um der Gesetzes-änderung entgegenzuwirken.
Somit konnte gemeinsam mit allen Kräften des Heilpraktiker-Berufsstandes eine weitere Einschränkung der Berufstätigkeit erfolgreich verhindert werden.
FAZIT: Laborleistungen bleiben Heilpraktikern erhalten
Das Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde bedankt sich für die äußerst konstruktive Zusammenarbeit der Heilpraktiker-Berufsvertreter mit der Politik und wünscht ein weiterhin erfolgreiches vernetztes Arbeiten für eine zukunftsorientierte Gestaltung im Sinne aller Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in Deutschland.
Robert Zellerer
www.continentale.info
www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de

Gemeinsam handeln.... mit eine Stimme sprechen!!!Wir helfen gerne mit - zum Erhalt des Berufsstandes der Heilpraktiker u...
30/01/2021

Gemeinsam handeln.... mit eine Stimme sprechen!!!
Wir helfen gerne mit - zum Erhalt des Berufsstandes der Heilpraktiker und der Therapiefreiheit.
Danke Alexander Krauß MdB für die klaren Worte
https://youtu.be/EB0du6FRHJ0

Sehr geehrte Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker,ich freue mich außerordentlich, Ihnen mitteilen zu können, dass es uns...
29/01/2021

Sehr geehrte Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker,

ich freue mich außerordentlich, Ihnen mitteilen zu können, dass es uns als Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gelungen ist, die Sie betreffende gegenwärtige Rechtslage im Rahmen des MTA-Reform-Gesetzes zu Ihren Gunsten zu erhalten. Dies ist ein großer Erfolg, welcher nur durch Überwindung diverser Widerstände erreicht wurde.
Heute hat das MTA-Reform-Gesetz den Bundestag – ohne negative Auswirkungen für Heilpraktiker – passiert.
Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang besonders der Sprecherin unserer Arbeitsgruppe, Karin Maag, der zuständigen Berichterstatterin, Emmi Zeulner, sowie meinen Kollegen Dr. Roy Kühne, Stephan Pilsinger und unserem Ausschussvorsitzenden Erwin Rüddel.

Die Argumentation Ihrer Kolleginnen Homeira Heidary (BDHN/IQHP) und Ursula Hilpert-Mühlig (FDH) im Kontext der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit war zudem sehr zielführend und effektiv.
In dieser Anhörung wurde kontrovers thematisiert, welche Befugnisse Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker hinsichtlich Labortätigkeiten haben sollen. Aufgrund unserer Änderungsanträge wurde ein Festhalten am derzeit geltenden Recht bewirkt. Demnach ist es unverändert weiterhin möglich, unmittelbar ohne ärztliche Beteiligung Tätigkeiten, deren Ergebnisse der Erkennung einer Krankheit oder der Beurteilung ihres Verlaufs dienen, bei Medizinischen Technologinnen und Technologen anzufordern. Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker werden unverändert als Personen genannt, die den Medizinischen Technologen und Technologinnen vorbehaltene Tätigkeiten nach § 5 MTBG-E ebenfalls ausüben können.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat ein umfassendes Rechtsgutachten zum Heilpraktikerrecht beauftragt, in dessen Folge dieses insgesamt in einem sorgfältigen Diskussionsprozess geprüft und in Bezug auf mögliche weitere Maßnahmen beraten werden soll. Dieser Prozess bezieht auch das Spektrum der heilpraktischen Tätigkeiten ein.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es für Sie als Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker von enormer Bedeutung, die erfolgreiche Berufspolitik weiter zu verfolgen und bei der anstehenden Reform aktiv mitzuwirken; möglichst als geschlossen nach außen auftretende Berufsgruppe.

Ich hoffe sehr, Ihnen einen kurzen Überblick bezüglich der aktuellen Lage gegeben zu haben, wünsche viel Erfolg für den anstehenden internen Reformprozess und verspreche Ihnen, mich auch weiterhin im Sinne Ihres Berufsstandes und somit zum Wohle der Patienten einzusetzen.

Mit einem herzlichen Glückauf grüßt Sie

Alexander Krauß MdB

Büro Alexander Krauß, MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: +49 30 227-75290
Fax: +49 30 227-70290
[email protected]
www.alexander-krauss.com

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“„Heilpraktiker richten viele Schäden an!“ Eine Aussage, die derz...
27/01/2021

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“

„Heilpraktiker richten viele Schäden an!“

Eine Aussage, die derzeit von zahlreichen Medien kolportiert wird. Doch stimmt das überhaupt?

Journalist Johannes W. Steinbach hat bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss:

Robert Zellerer, Landesdirektor „Continentale“ und seit über 35 Jahren Berufshaftpflicht-Versicherer zahlreicher Heilpraktiker (m/w/d).

Herr Zellerer, wie viele Heilpraktiker sind derzeit bei Ihnen Berufshaftpflicht versichert?
Von insgesamt 47000 bundesweit tätigen Heilpraktikern sind aktuell rund 24000 bei „Die Continentale“ mit ihrer Berufshaftpflicht versichert. Davon entfallen ca. 12000 auf unsere Landesdirektion „Die Zellerer GmbH“, die
ihren Sitz in München und somit im Bundesland Bayern hat, in dem von allen bundesweit aktiven Heilpraktikern nahezu die Hälfte praktiziert.

Wie schätzen Sie die Gefahrenlage in den Heilpraktikerpraxen ein: Kommt es häufig zu Schadensfällen?

Die Gefahrenlage ist definitiv sehr gering! Die Anzahl der Schadensfälle ist dermaßen minimal, dass „Continentale“ nicht einmal einen eigenen Punkt in der Schadenstatistik für Heilpraktiker-Risiken vorsieht. Bei anderen Versicherern sieht es ähnlich aus. Weder bei manuellen Therapieverfahren wie Chiropraktik oder Osteopathie noch bei invasiven wie
Akupunktur oder Injektionen gibt es nennenswerte Schäden.

War das schon immer so?
Ich bin nun seit über 35 Jahren in dieser Branche aktiv. In dieser Zeit hat sich der jährliche Beitrag für Berufshaftpflicht-Versicherungen von Heilpraktikern beim Unternehmensverbund „Die Continentale“ nahezu halbiert: von 300 DM netto (1985) auf 90 Euro netto (2020). Dagegen hat sich die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden fast versechsfacht: von 1000000 DM auf 3000000 Euro. Und dass eine Versicherung den Beitrag nicht senkt bzw. die Versicherungssumme erhöht, wenn tatsächlich viele Schadensfälle vorliegen würden, dürfte wohl jedem einleuchten.
Wir Versicherer würden und müssten, wenn Heilpraktiker tatsächlich so schadensträchtig wären, die Beiträge schon entsprechend nach oben anpassen. Und dass man von 1985 bis 2020 von einem repräsentativen Zeitraum sprechen kann, steht wohl außer Zweifel: Zahlen lügen nicht!

Wie erklären Sie sich diese positive Entwicklung mit weniger Behandlungsschäden durch Heilpraktiker?

Meiner Meinung nach dürfte das v.a. daran liegen, dass sich das Angebot der Heilpraktikerschulen in diesem Zeitraum qualitativ und quantitativ stark verbessert hat. Die Gefahr der Patienten, wenn sie denn überhaupt jemals gegeben war, hat sich dadurch nachhaltig verringert. Wenn es dann doch mal zur Meldung eines vermeintlichen Schadens kommt, beruht dieser meist eher auf einer falschen Erwartungslage einzelner Patienten, die austherapiert zum Heilpraktiker gehen und dann Wunder erwarten bzw. fordern, weil Heilpraktiker-Behandlungen überwiegend aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. Bleibt dieses Wunder dann aus, muss ein Schuldiger gefunden werden, damit man zumindest finanziell noch was rausholen kann. Man sollte sich eher fragen, warum die Beiträge für Ärzte immer schneller steigen ...

Wie genau sieht es denn bei den Ärzten aus?

Bei den vergleichbaren Beiträgen zur Berufshaftpflicht- Versicherung für Ärzte haben wir gegenüber den Heilpraktikern im Marktvergleich oft einen zigfach höheren Beitrag. So kostet die Berufshaftpflicht-Versicherung eines Heilpraktikers beim Unternehmensverbund„Die Continentale“ derzeit 107,10 Euro brutto jährlich bei einer Versicherungssumme von
3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Ein Allgemeinarzt zahlt dagegen 1.030,54 Euro brutto bei derselben Versicherungssumme.
Aussagen wie „Heilpraktiker richten viele und hohe Schäden an“ sind nicht haltbar. Etwas Unwahres wird nicht richtiger, nur weil es von bestimmten Lobby-, Politik- oder Medienvertretern immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt
wird!

Heißt das: „Alles perfekt!“ Oder sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial bezüglich Ausbildung und freier Therapiewahl der Heilpraktiker?

Da gibt es durchaus noch Dinge, die weiter verbessert werden könnten. So sollten meiner Meinung nach gewisse Standards eingeführt werden. Diesbezüglich auf einem tollen Weg ist z.B. die „Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf“ (IQHP), die sich u.a. für die folgenden Ziele einsetzt: geregelte Dokumentation der Ausbildungsnachweise für Berufsanwärter, mehr Verantwortung und Kontrollpflichten für die Heilpraktiker-Berufsverbände, Schaffung einer gesetzlichrechtlichenStandesregelung und eines Beschwerde-Management-Centers für Patienten.

Unabhängig vom vorliegenden Zahlenwerk möchten Teile der Politik sowie einige Lobbyisten den Beruf des Heilpraktikers am liebsten abschaffen. Was halten Sie davon?

Davon halte ich gar nichts! Man sollte dem mündigen Bürger selbst überlassen, welche Behandlung bzw. welchen Behandler er wählt. Und die Politik sollte sich ruhig einmal fragen, ob das Heilpraktikerwesen nicht auch für sie zahlreiche Vorteile birgt. Abgesehen vom wertvollen Beitrag der Heilpraktiker zur Gesundheit der Bevölkerung gibt es auch finanzielle
Vorteile, die ich anhand konkreter Zahlen erklären möchte: So beträgt das Jahresabrechnungsvolumen aller rund 47000 hierzulande tätigen Heilpraktiker rund 1 Milliarde Euro, wovon ca. 530 Millionen Euro auf Selbstzahler und 470 Millionen auf Versicherte Privater Krankenversicherungen (PKV) entfallen. Bei einer angenommenen Durchschnittshöhe einer Heilpraktiker-Rechnung von 150 Euro ergibt dies ein Stückzahlvolumen von etwas über 3 Millionen Rechnungen pro Jahr. Geht man nun davon aus, dass der PKV-Versicherte nach Abschaffung des Heilpraktikers zu einem Privatarzt geht, wird die Rechnungshöhe wohl eher 500 bis 1000 Euro betragen.
Bei Versicherten einer Gesetzlichen Krankenversicherung würden die Kosten durch den Wechsel vom HP zum Kassenarzt aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zwar nicht ganz so explodieren, dennoch würden auch im Bereich der GKV die Kosten steigen, weil ja dann der Patient, der den Heilpraktiker bisher selbstbezahlt hat, wieder zum Kassenarzt geht, was letztendlich alle gesetzlich Versicherten mitfinanzieren müssten.

Herr Zellerer, ich danke Ihnen für diesen Blick hinter die Kulissen und Ihre offenen Worte.

Robert Zellerer
Landesdirektor „Continentale“,
Gesch.ftsführer „Zellerer GmbH“
www.continentale.info

und

Johannes W. Steinbach
Journalist, Heilpraktiker, Buchautor
[email protected]

Vielen Dank für die Unterstützung
25/01/2021

Vielen Dank für die Unterstützung

01/12/2020

Danke an MdB Alexander Krauß

PRESSEMITTEILUNG „Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“‚Heilpraktiker richten viele Schäden an!‘ Eine A...
19/11/2020

PRESSEMITTEILUNG

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“

‚Heilpraktiker richten viele Schäden an!‘ Eine Aussage, die derzeit von zahlreichen Medien kolportiert wird. Doch stimmt das überhaupt? Wir haben bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Robert Zellerer, Landesdirektor „Die Continentale“ und seit 35 Jahren Berufshaftpflicht-Versicherer zahlreicher Heilpraktiker(innen).

Herr Zellerer, wie viele Heilpraktiker(innen) sind derzeit bei Ihnen Berufshaftpflicht-versichert?

Von insgesamt rund 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sind derzeit rund 24.000 bei der Continentale mit Ihrer Berufshaftpflicht versichert. Davon entfallen ca. 12.000 auf unsere Landesdirektion: Die Zellerer GmbH, die ihren Sitz in München und somit im Bundesland Bayern hat, in dem von allen 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktiker(inne)n nahezu die Hälfte praktiziert.

Wie schätzen Sie die Gefahrenlage in den Heilpraktikerpraxen ein: Kommt es häufig zu Schadensfällen?

Die Gefahrenlage ist definitiv sehr gering! Die Anzahl der Schadensfälle ist dermaßen minimal, dass ‚Die Continentale‘ nicht einmal einen eigenen Punkt in der Schadenstatistik für Heilpraktiker-Risiken vorsieht. Bei anderen Versicherern sieht es ähnlich aus. Weder bei manuellen Therapieverfahren wie Chiropraktik oder Osteopathie, noch bei invasiven wie Akupunktur oder Injektionen gibt es nennenswerte Schäden.

War das schon immer so?

Ich bin nun seit 35 Jahren in dieser Branche aktiv. In dieser Zeit hat sich der jährliche Beitrag für Berufshaftpflicht-Versicherungen von Heilpraktikern beim Unternehmensverbund Continentale nahezu halbiert: von 300,- DM netto (1985) auf 90,- Euro netto (2020). Dagegen hat sich die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden nahezu versechsfacht: von 1.000.000,- DM auf 3.000.000.- Euro.
Und dass eine Versicherung den Beitrag nicht senkt bzw. die Versicherungssumme erhöht, wenn tatsächlich viele Schadensfälle vorliegen würden, dürfte wohl jedem einleuchten. Wir Versicherer würden und müssten, wenn Heilpraktiker tatsächlich so schadensträchtig wären, die Beiträge schon entsprechend nach oben anpassen. Und dass man bei 35 Jahren durchaus von einem repräsentativen Zeitraum sprechen kann, steht wohl außer Zweifel: Zahlen lügen nicht!

Wie erklären Sie sich diese positive Entwicklung mit weniger Behandlungsschäden durch Heilpraktiker?

Meiner Meinung nach dürfte das vor allem daran liegen, dass sich das Angebot der Heilpraktikerschulen in diesem Zeitraum qualitativ und quantitativ stark verbessert hat. Die Gefahr der Patienten, wenn sie denn überhaupt jemals gegeben war, hat sich dadurch nachhaltig verringert.
Wenn es dann doch mal zur Meldung eines vermeintlichen Schadens kommt, beruht dieser meist eher auf einer falschen Erwartungslage einzelner Patienten, die austherapiert zum Heilpraktiker gehen und dann oft Wunder erwarten – bzw. fordern, weil Heilpraktiker-Behandlungen überwiegend aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. Bleibt dieses Wunder dann aus, muss ein Schuldiger gefunden werden, damit man zumindest finanziell noch was rausholen kann.
…..man sollte sich eher fragen, warum die Beiträge für Ärzte immer schneller steigen…

Wie genau sieht es denn bei den Ärzten aus?

Bei den vergleichbaren Beiträgen zur Berufshaftpflicht-Versicherung für Ärzte haben wir gegenüber den Heilpraktikern im Marktvergleich oft einen fünfmal höheren Beitrag. So kostet die Berufshaftpflicht-Versicherung eines Heilpraktikers beim Unternehmensverbund Continentale derzeit 90,00 Euro netto jährlich bei einer Versicherungssumme von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Ein Allgemeinarzt zahlt dagegen 866,00 Euro netto bei der gleichen Versicherungssumme.
Aussagen wie: ‚Heilpraktiker richten viele und hohe Schäden an‘ verunsichern deshalb nur und sind einfach nicht haltbar. Etwas Unwahres wird schließlich nicht richtiger, nur weil es von bestimmten Lobby-, Politik- und Medienvertretern immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird!

Heißt das: ‚Alles perfekt!‘ Oder sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial bzgl. Ausbildung und freier Therapiewahl der Heilpraktiker?

Da gibt es durchaus noch einige Dinge, die weiter verbessert werden könnten. So sollten meiner Meinung nach gewisse Standards eingeführt werden. Diesbezüglich auf einem tollen Weg ist zum Beispiel die ‚Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf‘ (IQHP), die sich u.a. für die folgenden Ziele einsetzt: geregelte Dokumentation der Ausbildungsnachweise für Berufsanwärter, mehr Verantwortung und Kontrollpflichten für die Heilpraktiker-Berufsverbände sowie Schaffung einer gesetzlich-rechtlichen Standesregelung und eines Beschwerde-Management-Centers für Patienten.

Unabhängig vom vorliegenden Zahlenwerk möchten Teile der Politik sowie einige Lobbyisten den Beruf des Heilpraktikers dagegen am liebsten abschaffen. Was halten Sie persönlich davon?

Davon halte ich gar nichts! Man sollte dem mündigen Bürger schon selbst überlassen, welche Behandlung bzw. welchen Behandler er wählt. Und auch die Politik sollte sich ruhig einmal fragen, ob das Heilpraktikerwesen nicht auch für sie zahlreiche Vorteile birgt.
Einmal abgesehen vom wertvollen Beitrag der Heilpraktiker zur Gesundheit der Bevölkerung gibt es übrigens auch finanzielle Vorteile, die ich nochmals anhand einiger konkreter Zahlen erklären möchte: So beträgt das Jahresabrechnungsvolumen aller rund 47.000 hierzulande tätigen Heilpraktiker rund 1 Milliarde Euro, wovon zirka 530 Millionen Euro auf Selbstzahler und 470 Millionen auf Versicherte Privater Kranken Versicherungen (PKV) entfallen.
Bei einer angenommenen Durchschnittshöhe einer Heilpraktiker-Rechnung von 150,- Euro ergibt dies ein Stückzahlvolumen von etwas über 3 Millionen Rechnungen pro Jahr. Geht man nun davon aus, dass der PKV-Versicherte nach Abschaffung des Heilpraktikers zu einem Privatarzt geht, wird die Rechnungshöhe wohl eher 500,- bis 1000,- Euro betragen.
Bei Versicherten einer Gesetzlichen Krankenversicherung würden die Kosten durch den Wechsel vom Heilpraktiker zum Kassenarzt auf Grund der gesetzlichen Vorgaben zwar nicht ganz so explodieren. Dennoch würden auch im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung die Kosten steigen, weil ja dann der Kassenpatient, der den Heilpraktiker bisher selbst bezahlt hat, wieder zum Kassenarzt geht, was letztendlich alle gesetzlich Versicherten mitfinanzieren müssten..

Herr Zellerer, ich danke Ihnen für diesen Blick hinter die Kulissen und Ihre offenen Worte.

Das Interview führte Johannes W. Steinbach vom Pressebüro JWS, Konz.

Firmenporträt Zellerer GmbH:
Die Zellerer GmbH, München, hat den Status einer Landesdirektion des Versicherungsunternehmens ‚Die Continentale‘. Geschäftsführer Robert Zellerer versichert seit mehr als 35 Jahren Angehörige verschiedener Heil- und Gesundheitsberufe (insbesondere Heilpraktiker) und gilt als profunder Kenner des Heilpraktikerwesens.
2020 wurde unter seiner Federführung u.a. das verbandsunabhängige ‚Wirtschaftbündnis Naturheilkunde‘ ins Leben gerufen, das den Zusammenschluss aller Unternehmen zum Ziel hat, die mittelbar oder unmittelbar mit der Naturheilkunde und den Heilpraktikern verbunden sind.

Firmenporträt Pressebüro JWS:
Das Pressebüro JWS hat seinen Sitz in Konz. Inhaber ist Johannes W. Steinbach, Journalist, Heilpraktiker und Buchautor. Zu den thematischen Schwerpunkten von Pressebüro JWS zählen Medizin/Naturheilkunde, Pharmazie/OTC, Ernährung/Lebensmittel und Handel/Wirtschaft.

Weitere Informationen:
www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de
www.continentale.info
www.pressebuero-jws.de

Presseansprechpartner:
Die Continentale / Landesdirektion Zellerer GmbH
Robert Zellerer, Landesdirektor Die Continentale & Geschäftsführer Zellerer GmbH
Forstenrieder Allee 70
81476 München
[email protected]
Telefon 089/74112231

Wir freuen uns über die Unterstützung der DHU - Deutsche Homöopathie-Union DHU-Arzneimittel GmbH & Co. KG
18/11/2020

Wir freuen uns über die Unterstützung der DHU - Deutsche Homöopathie-Union DHU-Arzneimittel GmbH & Co. KG

Vielen Dank an den Digitalisierungspartner der Heilpraktiker
10/11/2020

Vielen Dank an den Digitalisierungspartner der Heilpraktiker

Adresse

Forstenrieder Strasse 1
Neuried
82061

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Wirtschaftsbündnis Naturheilkunde erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Kategorie