17/07/2025
>> Studie: Eingewanderte verdienen in Deutschland im Schnitt 19,6 Prozent weniger als Einheimische
Eingewanderte in Deutschland und acht weiteren Ländern, darunter Kanada, Spanien und die USA, verdienen im Durchschnitt deutlich weniger als Einheimische. In Deutschland beträgt der Einkommensunterschied bei der ersten Generation 19,6 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine internationale Studie mit Beteiligung von Prof. Dr. Malte Reichelt, Juniorprofessor für Computational Social Science mit Schwerpunkt Social Dynamics der FAU WiSo und Forscher im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht worden ist.
Drei Viertel des Lohnunterschieds lassen sich darauf zurückzuführen, dass Eingewanderte seltener in hochbezahlten Branchen oder Positionen beschäftigt sind. Etwa ein Viertel des Unterschieds ergibt sich aus ungleicher Bezahlung innerhalb desselben Unternehmens und derselben Position. „Bei der Integration geht es nicht nur um gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Es geht vor allem darum, strukturelle Zugangsbarrieren in gut bezahlte Beschäftigungsbereiche abzubauen“, sagt Prof. Dr. Malte Reichelt. „Gezielte Maßnahmen – etwa Sprachförderung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Ausbau beruflicher Netzwerke und bessere Informationsvermittlung – sind wichtig, um strukturelle Barrieren abzubauen“, so Reichelt weiter.
Weitere Informationen gibt es im Beitrag auf der Website der FAU WiSo: https://www.wiso.rw.fau.de/2025/07/17/studie-eingewanderte-verdienen-in-deutschland-im-schnitt-196-prozent-weniger-als-einheimische/
FAU Erlangen-Nürnberg