03/09/2026
📍 Vortrag | Di, 22.09.2026, 18:30 Uhr | Bibliothekssaal, Universität Oldenburg
mit Prof. Dr. Jutta Schmitz-Kießler (Hochschule Bielefeld, Rentenkommission des DGB)
Für viele Menschen ist die Rente weit weg von ihrer Lebensrealität und wird erst zum Thema, wenn das Ende des Erwerbslebens in Sicht ist. Weil das komplizierte System Rente und Rentenfinanzierung oft auf wenig Interesse stößt, konnten viele Leistungskürzungen bei der Rente in der Vergangenheit relativ geräuschlos umgesetzt werden. Dabei betrifft die Rente fast jede*n. Die Bundesregierung will in diesem Jahr eine groß angelegte Reform der Rentenversicherung umsetzen, die in der sog. „Alterssicherungskommission“ ausgearbeitet wurde und die für viele zu einer niedrigeren Rente im Alter und einer Erhöhung des Renteneintrittsalters führen wird. Der DGB hat alternativ dazu von einer eigenen Rentenkommission Eckpunkte für die Zukunft der Rente erarbeiten lassen, um eine sozial gerechte und auskömmliche Rente in Zukunft zu sichern. Denn nicht der demografische Wandel setzt die umlagefinanzierte Rente unter Druck, sondern die polarisierte Verteilung von Einkommen und Vermögen.
Die Rentenexpertin Prof. Dr. Jutta Schmitz-Kießler wird zentrale Aspekte der Rentendebatte vorstellen und die Vorschläge der DGB-Rentenkommission erläutern. Dabei wird sie auch die wesentlichen Eckpunkte der Reformpläne der Bundesregierung einer Kritik unterziehen.
Referent*in:
Jutta Schmitz-Kießler, Prof. Dr. rer. pol., ist Professorin für Politikwissenschaft, insbesondere Sozialpolitik an der Hochschule Bielefeld, ihre Forschungsschwerpunkt sind Alterssicherungssystem, Altersarmut und Erwerbstätigkeit im Alter sowie Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsstrukturen. Sie gehörte der Rentenkommission des DGB an, die im Juni 2026 ihre Empfehlungen vorlegte.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 18. September 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Veranstaltungsreihe „Soziale Ungleichheit und Verteilungsgerechtigkeit”.