16/03/2024
bürolandschaft Teil 2
soon: Sose 24 : Videokompilation und Videobühne
die office gruppengroup zeigte SoSe 23: eine organisch – zwanglose Büroraumerfahrung.
*crtl+r from reality* für die neuen Standards der Ausstattung: Permanenzen in der Bürolandschaft
Beiträge:
Luisa Brettschneider
Daniel Dreyer
Jann Rickers
Anita Schmidt
Maxi Seidel
Start 04/23 – Ein Bild wie ein Begriff (Harun Farocki)
Voice Over , Reediting und performative Szenen in *crtl+r from reality* begegnen den Vorstellungen Harun Farockis in seinem Film „ Arbeiter verlassen die Fabrik“.
Serien für den Feierabend ? Was wird in den BILDBEGRIFFEN der Kulturindustrie zum Thema Büroarbeit zu sehen gegeben?
: Office-Filme, US/Serien, EU/BRD Büroserien, Blockbuster – oder DEFA Filme der DDR, wie wird hier Arbeit gezeigt?
oder Feierabend?
Die Gruppe der Studierenden arbeitete im ersten Beitrag mit der Vorstellung des Arbeitsraums als Lebensraum für die permanente Dienstleistungsfamilie.
Found Footage : Privatleben und Arbeit am Handlungsort der Großraumbüros -die Arbeiter_innen im *Bürofilm* verlassen den Arbeitsort nicht endgültig, sondern gestalten diesen in Dekors mit Statussymbolen und injizieren private Gegenstände, um Status oder eine wohnliche Atmosphäre zu kreieren, die individuelle Lebensinhalte und soziale Strukturen am Arbeitsort betonen. Das Kino zeigt seine Figuren hier nicht vorrangig nach Feierabend, sondern im Großraumbüro.
Die Rezipient_innen haben ihre tatsächlichen Bürobildschirme verlassen und schauen nach Dienstschluss auf die Monitore der fiktionalen Angestellten.Sie begleiten die dienstleistenden Filmakteur_innen in ihren Konflikten am Arbeitsplatz und durchleben die eigene Arbeitswelt in Doppelbildern diverser Bürolandschaften.
Auf diese Dopplung verweist die *gruppengroup*, indem sie Ausschnitte der „Büroserien“ auf Bildschirmen sowie live auf der Bühne performativ erweitert. Die Reenactments kommen neben den Originalfilmausschnitten zur Aufführung. Diese Arbeitsweise greift die Spiel- und Inszenierungspraxis der „wooster group“ auf, die in New York seit den 1970’er Jahren theatrale Praxis als Dopplung und Parallelität zum Film und zur abgefilmten Bühne innerhalb postdramatischer Produktionen erschlossen hat
Bildstrecke_Reenactment’23