Whip the Votes - Planspiel zum Parlamentarismus

Whip the Votes - Planspiel zum Parlamentarismus Planspiel über das Gesetzgebungsverfahren im Bundestag ausgerichtet an der Universität Passau April 2018 im HK 14b der Universität Passau statt.

Whip the Votes! - Ein Planspiel zum Parlamentarismus


Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung:

Die Veranstaltung findet von 20. – 22. Ziel der Veranstaltung

Das Planspiel dient der Verwirklichung mehrerer Ziele, welche die akademische Ausbildung der Studierenden weiter vertiefen soll. Diese Ziele umfassen die Umsetzung juristischen Wissens in die Praxis, das Verstehen politikwissenschaftlic

her Zusammenhänge im legislativen Prozess des Grundgesetzes sowie den Ausbau von „Soft Skills“ in den Bereichen Verhandlungsmanagement und Rhetorik. Inhalt

Den Teilnehmern werden fiktive Gesetzesentwürfe, die aus einer überschaubaren Anzahl von Normen besteht, vorgelegt. Diese Entwürfe soll dann das Verfahren nach dem Grundgesetz durchlaufen (Sitzungen des Bundestages, Debatte in den Ausschüssen und den Fraktionen), sodass am Ende des Planspiels ein fertiges fiktives Bundesgesetz vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden kann. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 68 Teilnehmer begrenzt. Im Rahmen dieses Planspiels treten mehrere Akteure (u.a. als Abgeordnete, Mitglieder der Bundesregierung, Lobbyisten) auf, die den Teilnehmern im Vorfeld des Planspiels zugewiesen werden:

Für jede Figur wird ein individuelles Profil erstellt, das mit seiner Geschichte, seinen Interessen, seinen Wünschen, aber auch seinen Fehlern angereichert wird. Darüber hinaus wird der Rahmen festgelegt, wie weit die Figur bereit ist zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Aufgabe der Figur ist es, ihren jeweiligen rechtlichen und politischen Handlungsspielraum zu erkennen und mit dieser Hilfe ihre Interessen und Ziele durchzusetzen. Ein Presseteam begleitet die Arbeit der Teilnehmer und wird durch Pressearbeit Einfluss auf das Planspiel nehmen. Dazu wird an den Abenden der Veranstaltung den Teilnehmern ausreichend Raum zur Diskussion, zum Verhandeln und zum unter Druck setzen der Konkurrenten zur Verfügung stehen. Teilnahmevoraussetzungen

Das Planspiel richtet sich grundsätzlich an alle (politisch interessierten) Studierenden ab dem 2. Semester der Universität Passau, insbesondere aber an Studierende der Rechtswissenschaften, der Staatswissenschaften sowie andere Studierende mit rechts- oder politikwissenschaftlichen Bezug. Kenntnisse im Staatsorganisationsrecht sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme. Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache abgehalten, so dass gute Deutschkenntnisse erwartet werden. Anmeldezeitpunkt und Verfahren

Der Anmeldezeitraum läuft bis zum 28. Februar 2018 12 Uhr. Im Anschluss wird die Teilnahme an der Veranstaltung aus den angemeldeten Teilnehmern zufällig ausgelost. Die verbleibenden Teilnehmer werden auf eine Warteliste gesetzt. Die Teilnahme ist verbindlich. Im Falle einer Verhinderung wird um rechtzeitiges Anzeigen gebeten, so dass Teilnehmer der Warteliste nachrücken können.

  Die Teilnehmenden der ersten Ausgabe von "Whip the Votes" vor 2 Jahren. 🤗(Ja - unterstützt durch dezente "Produkt"-Pla...
13/02/2020

Die Teilnehmenden der ersten Ausgabe von "Whip the Votes" vor 2 Jahren. 🤗
(Ja - unterstützt durch dezente "Produkt"-Platzierung ELSA-Passau e.V.)

5 verschiedene Parteien wird es bei Whip The Votes geben.Heute beginnen wir mit der Vorstellung des BCD... 🤔🚀Der Bund Ch...
11/02/2020

5 verschiedene Parteien wird es bei Whip The Votes geben.

Heute beginnen wir mit der Vorstellung des BCD... 🤔🚀

Der Bund Christlicher Demokraten (BCD) entstand nach dem zweiten Weltkrieg in einem Schmelztiegel aus Bürger/-innen des politischen Protestantismus, Trümmern der katholischen Weimarer Zentrumspartei und Bürger/-innen der politischen Mitte als neue überkonfessionelle Heimat aller Konservativen. Das erklärte Ziel des BCD war es, alle christlich orientierten Kräfte zu bündeln und als neuer Garant für klassisch konservative Positionen das staatliche Leben auf einer christlichen, demokratischen und föderalen Grundlage neu aufzubauen.
Die daraus abgeleiteten christlichen Werte spielen in der Partei ebenso eine wichtige Rolle wie die Orientierung der Politik an historisch gewachsenen Traditionen. Da struktur- und systemkonservativ eingestellt, wägt der BCD jegliche Veränderung genaustens ab und entscheidet sich für eine Änderung nur, wenn dies mit seinen Werten in Einklang steht und die Änderung zu substantiellen Verbesserungen im gesellschaftlichen Gefüge führt.
Das Kernanliegen des BCD umfasst neben einer vernünftigen Wirtschaftspolitik und einer sehr traditionellen Familienpolitik insbesondere die innere Sicherheit. Ein immer stärker werdender Aspekt, welchen der BCD in letzter Zeit für sich entdeckt hat, ist zudem der Umweltschutz als Bewahrung der Schöpfung Gottes.
Jüngst befindet sich der BCD in einer schweren Krise. Neben einer fehlenden inhaltlichen Neuorientierung gab es lange Zeit auch keinen gelebten Diskurs innerhalb der Partei. Jegliche innerparteiliche Bestrebung neue Akzente zu setzen, wurde von einer als allmächtig empfundenen Parteivorsitzenden, welche zugleich das Kanzleramt bekleidete, rigoros abgebügelt. Diese als alternativlos empfundene Politik stieß nicht nur die eigenen Parteimitglieder zunehmend vor den Kopf, sondern im Laufe der Zeit auch immer mehr Bürger/-innen übel auf. Nach den jüngsten Wahlniederlagen wurde der Druck schließlich zu groß und die Kanzlerin sah sich gezwungen ihre Ämter zu räumen. Ohne eine neue inhaltliche Ausrichtung oder eine charismatische Führungsperson konnte der BCD im Wahlkampf nicht überzeugen und verlor somit die angesetzten Neuwahlen.
Zum ersten Mal seit 2 Jahrzehnten konnte der BCD in der letzten Bundestagswahl nicht mehr die Mehrheit der Mandate erringen, seine überalterte Wählerschaft schwindet zusehends.
Durch seine fehlende inhaltliche Ausrichtung und die bisher verpasste Neudefinition des Konservatismus im 21. Jahrhundert erreichte der BCD sein schlechtestes Ergebnis seit 1949. Es mangelt der Partei außerdem an prägenden Führungspersönlichkeiten. Der BCD versucht daher mit aller Kraft seinen Status als Volkspartei zu halten.
Der Spagat zwischen der konservativen Einstellung und dem Wunsch, wieder mehr Bürger zu erreichen, ist die Hauptherausforderung der neuen Führungspersönlichkeiten.☝️

Weitere Infos sowie das Anmeldeformular findet ihr unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/
Für noch mehr Eindrücke von vor, während und nach dem Planspiel folgt uns auch auf Instagram . 😊

Teil 3 - "Die Fraktionssitzungen"Hier habt ihr die Gelegenheit, euch mit den anderen Abgeordneten eurer Fraktion abzuspr...
05/02/2020

Teil 3 - "Die Fraktionssitzungen"

Hier habt ihr die Gelegenheit, euch mit den anderen Abgeordneten eurer Fraktion abzusprechen, an euren Gesetzentwürfen zu arbeiten und gemeinsame Strategien zu erstellen, wie ihr eure Anliegen durchsetzen könnt.
Nutzt diese Zeit gut! ☝️

Weitere Infos sowie das Anmeldeformular findet ihr unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/
Für noch mehr Eindrücke von vor, während und nach dem Planspiel folgt uns auch auf Instagram . 😊

+++ Der Countdown läuft: In 10 Tagen ist Anmeldeschluss +++Unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/ könnt ihr e...
04/02/2020

+++ Der Countdown läuft: In 10 Tagen ist Anmeldeschluss +++

Unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/ könnt ihr euch anmelden und findet noch weitere Infos zum Planspiel.
Für mehr Eindrücke von vor, während und nach dem Planspiel folgt uns auch auf Instagram . 😊

Teil 2 - "Die Ausschusssitzungen"Hier findet die wahre inhaltliche Arbeit statt. Für diese entsendet ihr aus eurer Frakt...
02/02/2020

Teil 2 - "Die Ausschusssitzungen"

Hier findet die wahre inhaltliche Arbeit statt. Für diese entsendet ihr aus eurer Fraktion eine festgeschriebene Anzahl an Vertreterinnen und Vertretern, die sich für die Interessen eurer Fraktion einsetzen und euch Bericht erstatten. Jeder Ausschuss bekommt von uns einen Gesetzentwurf, den ihr dann natürlich entsprechend eurer (Fraktions-) Ziele noch versuchen sollt zu ändern.

Weitere Infos sowie das Anmeldeformular findet ihr unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/
Für noch mehr Eindrücke von vor, während und nach dem Planspiel folgt uns auch auf Instagram . 😊

Teil 1 - "Das Plenum"Hier werden wir u.a. in mehreren Lesungen über die verschiedenen Gesetzesentwürfe beraten, diskutie...
29/01/2020

Teil 1 - "Das Plenum"

Hier werden wir u.a. in mehreren Lesungen über die verschiedenen Gesetzesentwürfe beraten, diskutieren und am Schluss auch abstimmen.
Natürlich sitzt ihr hier ganz wie es sich für einen Plenarsaal gehört nach Fraktionen aufgeteilt mit dem Bundestagspräsidium und dem Redepult euch gegenüber. 🚀

Weitere Infos sowie das Anmeldeformular findet ihr unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/
Für noch mehr Eindrücke von vor, während und nach dem Planspiel folgt uns auch auf Instagram . 😊

Was genau kommt bei „Whip the Votes“ auf euch zu?Für 3 Tage werdet ihr zu Abgeordneten des Deutschen Bundestags und müss...
27/01/2020

Was genau kommt bei „Whip the Votes“ auf euch zu?

Für 3 Tage werdet ihr zu Abgeordneten des Deutschen Bundestags und müsst versuchen eure Interessen und die eurer Partei durchzusetzen.
Eine halbe Woche vor dem offiziellen Start des Planspiels bekommt ihr detaillierte Profile eurer Person und eurer Partei ausgehändigt, sowie den genauen Ablauf des folgenden Wochenendes erklärt.

Dies wird der Auftakt zu einem Wochenende voller Intrigen, Verhandlungen und Diskussionen sein.
Euer Ziel ist es, über verschiedene Gesetzentwürfe, die ihr von uns bekommen werdet, so lange zu verhandeln, bis ihr eine Mehrheit gefunden und gleichzeitig möglichst viele eurer Inhalte durchgesetzt habt.

Wie genau läuft das Planspiel ab und was gehört alles dazu? Darüber folgen in den nächsten Tagen noch Beiträge.
Stay tuned :)

+++ Anmelden könnt ihr euch unter elsa-passau.de/de/planspiel-whip-the-votes/ +++

Auf dem Bild zu sehen: Die Teilnehmenden der letzten Ausgabe :)

+++ Whip The Votes is back! +++Vom 24.-26. April 2020 geht Whip The Votes in die dritte einzigartige Auflage an der Univ...
20/01/2020

+++ Whip The Votes is back! +++
Vom 24.-26. April 2020 geht Whip The Votes in die dritte einzigartige Auflage an der Universität Passau.🎉 2018 das erste Mal als Lehrinnovationsprojekt des Lehrstuhls von Prof. von Lewinski, konzipiert von Thomas Öller, gestartet, übernimmt nun ELSA-Passau e.V. die Federführung!
Als Teilnehmende werdet ihr in die Rollen von Abgeordneten schlüpfen und fiktive Gesetzesentwürfe diskutieren, die dann das Verfahren nach dem Grundgesetz durchlaufen werden.
Für jeden von euch wird ein individuelles Profil erstellt, das mit einer eigenen Geschichte, eigenen Interessen, Wünschen, und auch Fehlern angereichert sein wird.
Wir freuen uns auf ein weiteres Wochenende voller Verhandlungen, Diskussionen, rauchender Köpfe und Intrigen!

Und immer daran denken: The future is now. 🚀

Zu guter Letzt wollen wir euch die fünfte Partei unseres Planspiels vorstellen: Die Partei der Purpurnen Sozialisten (PP...
10/06/2019

Zu guter Letzt wollen wir euch die fünfte Partei unseres Planspiels vorstellen:

Die Partei der Purpurnen Sozialisten (PPS) entstand Mitte der 2000er Jahre aus der Verschmelzung der Linken Idealisten (LIP) und den Marxistischen Sozialisten (MSP) und ist damit die jüngste Partei in der Bundesrepublik. Die Linken Idealisten spalteten sich von der damals regierenden Gerechten Arbeitnehmerpartei (GAP) ab, als diese schonungslos sozialen Raubbau betrieb und die Interessen des Proletariats aufgrund neoliberaler und globalisierungshöriger Politik verrieten. Unter dem Ziel der Formung einer neuen, bundespolitisch agierenden Linken in Deutschland fusionierten sie mit den Marxistischen Sozialisten, der Nachfolgerpartei der Einheitspartei in der Deutschen Demokratischen Republik. Man sieht sich in der Tradition derer, die unter den Sozialistengesetzen Bismarcks verfolgt waren, derer, die in den Konzentrationslagern umgekommen sind und fühlt sich als Erbe derer, die als Sozialdemokraten in der DDR und als Kommunisten in der BRD eingesperrt und verfolgt wurden. Die Purpurnen Sozialisten erreichten in den neuen Bundesländern sogar regional den Charakter einer Volkspartei und waren in der Folge meistens auch an der Regierung beteiligt.

Die Herkunft der Partei spiegelt sich nicht nur in der gleichberechtigten Doppelspitze aus Ost- und Westdeutschland, sondern auch in der inhaltlichen Ausrichtung wider. Nach der Wende waren die Sozialisten die einzige Partei, die sich für die Menschen mit gebrochenen Erwerbs- und Ausbildungsbiografien in den neuen Bundesländern einsetzte, sich für eine bessere Integration und die Anpassung beider Lebensrealitäten aussprach und so den neuen Bundesbürgern eine Stimme verlieh. Ebenso war ihr der Widerstand gegen den Umbau des Sozialstaates durch die GAP in die Wiege gelegt. Da diese sich zunehmend in die politische Mitte bewegte, wollte die PPS in die neu entstanden Lücke Links im politischen Spektrum stoßen. So ist das erklärte Ziel der Purpurnen durch soziale, demokratische und friedensstiftende Reformen die Überwindung des Kapitalismus zu erreichen. Man befürwortet eine am jährlichen Produktivitätswachstum und der Zielinflationsrate angepasste Lohnpolitik, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie eine Anhebung von Spitzensteuersatz und Erbschaftssteuer. Die Reformen der GAP sollen zurückgedreht werden um einen angemessenen Lebensstandard als Arbeitssuchender wie auch im Alter gewährleisten zu können. Als wahre Vertreterin des demokratischen Sozialismus wird die konkurrenzorientierte Wirtschaftspolitik der anderen Parteien vehement abgelehnt, vielmehr setzt man auf Solidarität, um so eine Selbstbestimmung von Arbeitnehmer*innen zu gewährleisten. Ebenso lehnt man eine überbordende und dennoch wirkungslose Sicherheitspolitik aufgrund der zunehmenden Einschränkungen in Grund- und Freiheitsrechte ab, vielmehr will man die mündigen Bürger*innen mit stärker Mitbestimmung ausstatten. Die Partei ist hinsichtlich des Umgangs mit Geflüchteten sowie der Frage des Verhältnisses zur Europäischen Union gespalten. Hier bildete sich in den letzten Jahren zunehmend ein Graben zwischen international ausgerichteten und eher an nationalen Lösungsansätzen interessierten Partei- und Fraktionsmitgliedern.

Diese inhaltliche Trennungslinie ist auch der Grund für das schlechte Abschneiden in der vergangenen Bundestagswahl. Während man parteiinterne Kontroversen früher meist in den dafür geschaffenen Foren schlichten konnte, trat die Spaltung im Zuge des Brexits und der “Flüchtlingskrise” deutlich hervor. Aufgrund der scharf geführten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern verlor man sogar Stimmen aus der Kernwählerschaft und geriet so in Gefahr, gänzlich zu einer reinen Protestpartei abzuschmelzen.
Diesen Charakter einer Protestpartei, dessen Stammwähler sich vor allem aus sog. “Ostalgikern” und gefrusteten, ehemaligen GAP-Wählern*innen zusammensetzt, wollte man eigentlich abgelegt wissen.
Gestaltungsmöglichkeiten ergaben sich jedoch ohnehin nicht, da die GAP als abgewählte Regierungspartei bereitwillig in die Opposition ging und auch die ÖNP lieber mit BCD und LZP koalieren wollte. Dem Risiko, aufgrund des Linksrucks der GAP und der Rolle als kleinste Opposition im Bundestag sowohl Profil als auch Wähler*innen zu verlieren, will die Partei nun mit demonstrativer Geschlossenheit begegnen. Die Purpurnen sind sich bewusst, dass die Flügelkämpfe der letzten Zeit viele Stimmen in der vergangenen Bundestagswahl gekostet haben und zudem dem eigenen Anspruch des Mitregierens nicht zuträglich sind. Man will Regierung und Parlament nun ausdrücklicher von Links her beeinflussen, durch gute Oppositionsarbeit überzeugen und so auf lange Sicht die Basis für eine Regierungsbeteiligung schaffen.

Die aufstrebende Partei der Stunde....Die Ökologische Nachhaltigkeitspartei (ÖNP) ist eine relativ junge Partei der Bund...
10/06/2019

Die aufstrebende Partei der Stunde....

Die Ökologische Nachhaltigkeitspartei (ÖNP) ist eine relativ junge Partei der Bundesrepublik. Entsprungen aus zwei verschiedenen Strömungen der 80er und 90er Jahre, zum einen der Anti-Atomkraft-, Umwelt- und Friedensbewegung in Westdeutschland und zum anderen der Bürgerrechtsbewegung der Deutschen Demokratischen Republik, fusionierte sich die Partei nach der Wiedervereinigung unter dem Leitgedanken einer “grünen” Politik, der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Ihre inhaltliche Ausrichtung speiste sich anfangs vor allem aus der Ignoranz der Altparteien gegenüber ökologischen Themen, der Studentenbewegung und sexuellen Revolution von ´68, sowie dem Geist der Oppositionellen der DDR. Man hob sich durch den eigenen Charakter als radikal ökologisch, basisdemokratisch und pazifistisch ab. So trugen die ersten Parteiprogramme, auch noch die marxistische Handschrift der damals prägenden Ökosozialisten. Doch die Partei wandelte sich schnell, weg von radikalen Forderungen hin zu einer inhaltlich pragmatischeren Ausrichtung. Diese Entwicklung vollzog sich insbesondere anhand des internen Streits über die Frage, ob man Politik als Fundamentalopposition oder unter Beteiligung an einer Regierung gestalten solle. Diesen Machtkampf konnten die sogenannten Realos, als Befürworter einer Regierungsbeteiligung, für sich entscheiden, und so ebenfalls die inhaltliche Positionierung der Partei für die kommenden Jahre bestimmen. Die ÖNP bezeichnet sich selbst als “Programmpartei”, deren vorrangiges Ziel immer die Durchsetzung des eigenen Programms darstellt. Dieses leitet sich ausdrücklich nicht aus einer Ideologie, sondern aus den vier Grundwerten – Ökologie, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und Demokratie – ab. Gewaltfreiheit und Menschenrechte sowie die Gleichstellung der Geschlechter gelten ebenso als Grundprinzipien wie die Nachhaltigkeit, welche über den Bereich der Umweltpolitik auf viele Politikbereiche wie Sozial-, Wirtschafts- und Finanzpolitik ausgeweitet wird. Der Gerechtigkeitsbegriff der ÖNP betont deshalb über die Verteilungs-, die Chancen-, die Geschlechter- und die internationale Gerechtigkeit hinaus auch ganz wesentlich die Generationengerechtigkeit. Praktisch zeigen sich diese eher linksliberalen und kommunitaristischen Positionen in der Befürwortung einer multi-kulturellen Gesellschaft oder dem “Green New Deal”, einem Konzept, welches das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie neu ausbalancieren und so die ökologische Modernisierung vorantreiben soll.

Stieß man noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts viele Wählerinnen und Wähler mit obskuren, teils realitätsfernen Forderungen vor den Kopf, schaffte es der tonangebende Flügel der Realos in der jüngsten Zeit diese vollständig zu unterbinden und die eigene Partei auf Kurs zu bringen. Vor allem dieses geschlossene Auftreten war, neben neuen charismatischen Führungspersönlichkeiten und der Schwäche aller anderen Parteien, ausschlaggebend für das stärkste Wahlergebnis in der Geschichte der ÖNP, als man nach dem Zerbrechen der Großen Koalition nur knapp Platz zwei verpasste. Die inhaltliche Öffnung und eine größere Kompromissbereitschaft waren entscheidend neben der Gerechten Arbeitnehmerpartei, die bisherige Lieblingspartnerin der ÖNP, auch neue Koalitionsmöglichkeiten für sich zu entdecken. So gelang dieses Mal das Kunststück einer Regierungsbildung mit drei Parteien, dem Bund der christlichen Demokraten, der Liberalen Zukunftspartei und der ÖNP selbst, welches in der vergangenen Legislaturperiode noch gescheitert war. Gestärkt von den immer positiveren Zustimmungswerten und dem klaren Gestaltungsauftrag der Bürgerinnen und Bürger entwickelt die Partei ein neues Selbstbewusstsein und ist sich bewusst, bei den nächsten Wahlen eventuell auch die Regierung anführen zu können. Langfristig möchte man der GAP ihren Rang als Volkspartei der linken Mitte ablaufen, sich auch Wählergruppen abseits umweltbewusster Akademiker und sich Ablass erkaufenden Eliten erschließen und grüne Politik nicht nur als Juniorpartner gestalten.

Heut ein kleine Überblick über die LZP! Die Liberale Zukunftspartei (LZP) entstand kurz nach der Gründung der Bundesrepu...
09/06/2019

Heut ein kleine Überblick über die LZP!

Die Liberale Zukunftspartei (LZP) entstand kurz nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Wurzeln führt die Partei auf die liberale Bewegung des 19. Jahrhunderts, insbesondere auf die Märzrevolution 1848/1849 zurück. Auch heute fühlt man sich noch den Werten der Aufklärung von “Einheit und Freiheit” verpflichtet. Die Partei steht nach eigener Überzeugung für die politische Mitte im Parteienspektrum und bedient maßgeblich liberale Ideen. Als Vertreterin des politischen Liberalismus bündelte die LZP in ihren Anfangsjahren neben dem klassischen Wirtschaftsliberalismus auch andere Strömungen wie den Sozialen Liberalismus. Obwohl zwischen den einzelnen Ausrichtungen inhaltliche Differenzen bestehen, so ist ihnen doch allen die hohe Wertschätzung individueller Freiheit und Selbstverantwortung gemein.

Zentral für liberale Politik ist die Vorstellung vom freiverantwortlichen Individuum. Die LZP sieht sich als die “Bürgerrechtspartei”, die das Individuum vor einem übergriffigen Staat schützen will. Entsprechend dem Motto “So wenig Staat wie möglich, so viel Staat wie nötig” wollen die Liberalen staatliche Einschränkungen der individuellen Freiheit auf ein Minimum begrenzen. Gleichsam bedeutend für liberale Politik ist das Prinzip der Subsidiarität. Diese politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Maxime, welche Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und die Entfaltung der Fähigkeiten eines jeden Individuums anstrebt, wird gerade in der Sozialpolitik nach der allgemeinen Idee des “Fordern und Förderns” als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden. Die Wirtschaftspolitik der LZP steht auf dem Fundament des Laissez-faire-Prinzips. Da staatliche Eingriffe in den freien Markt dessen Potenzial einschränken, soll effiziente Problemlösung durch Bürokratieabbau, Privatisierung und Deregulierung erreicht und so das Gemeinwohl durch Innovation und Wachstum gesteigert werden. Internationaler Handel und Kooperation sind ein weiterer Fokus der LZP. Man setzt sich für Freihandelsabkommen und kulturellen Austausch auf europäischer und transatlantischer Ebene ein. Allgemein befürwortet die Partei Steuersenkungen und plädiert deshalb auch für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Durch eine geringere Steuerlast, Investition in die Internetinfrastruktur und Förderung von Start-ups soll die deutsche Wirtschaft mit Hilfe von Jungunternehmern fit gemacht werden für eine globalisierte und digitalisierte Welt. Hierfür sollen auch die wirtschaftlichen Chancen einer kontrollierten Einwanderungspolitik wahrgenommen werden. Ein liberales Gesellschaftsbild, in dessen Fokus ein selbstbestimmtes Leben steht, schlägt sich auch in einem Engagement für die Ehe für Alle nieder.

Diese Ausrichtung begründete die Partei in den Karlsruher Thesen, welche den Niedergang ihres sozialliberalen Flügels darstellte und die Dominanz des wirtschaftsliberalen Flügels einleitete. Die Wirtschaftsliberalen führten die Partei anschließend sowohl in ihre glanzvollsten als auch in ihre dunkelsten Zeiten. Bis Ende der 2000er Jahre konnte man die meisten Regierungsbeteiligungen vorweisen, wenn auch immer nur als Juniorpartner. Meist stellte man dabei den Wirtschafts- und Justizminister sowie häufig auch den Außenminister. Diese Glanzzeit gipfelte im Jahr 2009 in einem historisch hohen Wahlergebnis. Doch nach einer verkorksten Legislaturperiode in Koalition mit dem BCD folgte eine rapide Talfahrt, die dazu führte, dass die LZP ihren Platz im Parlament räumen musste, als man an der 5%-Hürde stolperte. Geschockt von dieser Blamage forderten vor allem junge Parteimitglieder einen radikalen Neuanfang und jagten schlussendlich die gesamte alte Führungsriege vom Hof. In der anschließenden Zeit der außerparlamentarischen Opposition stellte sich die LZP sowohl personell als auch inhaltlich neu auf und verpasste sich mit schickerem Logo und neuen Farben ein moderneres Image. Bei der darauffolgenden Bundestagswahl trugen die Wähler diesen Veränderungen Rechnung und schickten die LZP gestärkt wieder in den Bundestag. Vom Schock der Wahl 2013 konnte sich die LZP jedoch auch bisher nicht gänzlich erholen. Als 2017 nach erneutem Einzug in den Bundestag ein Jamaika-Bündnis aus BCD, LZP und ÖNP heiß diskutiert wurde, entschied man sich trotz langer Gespräche und großer Kompromissbereitschaft der Gesprächspartner unter dem Verweis auf eine vor den Wählern nicht zu rechtfertigenden Missachtung des eigenen Wahlauftrags gegen eine Regierungsbeteiligung. Doch ohne eine gelungene Profilierung als Oppositionspartei und der medial auferlegten Schuld für die erneut lähmende Große Koalition wurde man immer mehr aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Als die LZP schließlich nach dem Zerbrechen der Koalition aus BCD und GAP, geblendet vom eigenen Wahlergebnis im Jahr zuvor, auch die Tolerierung einer Minderheitsregierung ausschloss, wurde sie von den Wählern abgestraft und verlor erneut viele Mandate. Diesen Stimmungsschwankungen der eigene Wähler will die LZP nun entgegenwirken, sich im politischen Berlin vollständig rehabilitieren und dauerhaft etablieren. Um dies zu erreichen entschied sich die Partei, gereift nach den turbulenten Jahren, wieder Regierungsverantwortung zu übernehmen. Nach langem Ringen mit dem BCD und der ÖNP gelangte man schlussendlich zu einem Koalitionsvertrag, welcher alle drei Beteiligte das Gesicht wahren ließ.

Heute wollen wir euch die zweite Partei unseres Planspiels vorstellen: Die Gerechte Arbeitnehmer Partei (GAP) als ältest...
08/06/2019

Heute wollen wir euch die zweite Partei unseres Planspiels vorstellen:

Die Gerechte Arbeitnehmer Partei (GAP) als älteste Partei Deutschlands hat ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Ausgehend von der zunehmenden Industrialisierung, der damit einhergehenden Ausbeutung der Bevölkerung und der Unmündigkeit der unteren Schichten entstand die GAP als Vereinigung verschiedenster Interessensvertreter der Arbeiterklasse und Gewerkschaften. Anfangs am revolutionären Marxismus ausgerichtet gewann die GAP durch das Potential der Bevölkerungsgruppe der Arbeiter zunehmend an Bedeutung, insbesondere durch die Auseinandersetzungen mit konservativen Kräften im Kaiserreich und der Weimarer Republik.

Aus der Geschichte der Partei und dem Eintreten für die Arbeiterbewegung lässt sich auch der politische Schwerpunkt der GAP, das gesellschaftliche Sozialgefüge der Bundesrepublik Deutschland unter der Maxime der sozialen Gerechtigkeit, ableiten. Ihre Politik richtet sich nach den Werten des Humanismus und der Aufklärung, insbesondere den Werten Freiheit, Gleichheit und Solidarität, der marxistischen Gesellschaftsanalyse und den Erfahrungen der Arbeiterbewegung. Die Partei versteht sich als progressive Kraft mit Augenmaß. So wird jede Entscheidung stets an die Bedürfnisse des “kleinen Mannes” gekoppelt. Die soziale Gerechtigkeit umfasst die Chancengleichheit und Umverteilung, welche als zentrale Thesen in all ihren Wahlprogrammen verankert sind. Daher tritt die GAP seit jeher für einen starken Sozialstaat ein, welcher Hilfsbedürftigen unter die Arme greifen und zugleich die Reintegration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt gewährleisten soll. Neben dem sozialen Sicherungsnetz ist die GAP stolz auf den – von ihr – eingeführten Mindestlohn, schließlich soll jeder von seiner Arbeit leben können. Ferner orientiert die Partei ihre Wirtschaftspolitik an Gemeinwohl und Fortschritt, getreu dem Motto: “So viel Wettbewerb wie möglich, so viel regulierender Staat wie nötig”. Genauso wie Ökologische Nachhaltigkeit, urbanes Wohnen und Generationengerechtigkeit zentrale Anliegen sind, setzt man sich für die „Willkommenskultur“ einer weltoffenen, toleranten Gesellschaft, die Gleichstellung von Frauen und die Rechte von Minderheiten ein. Folglich betrachtet man sich als linke Volkspartei.

Nach dem Bekenntnis zur Marktwirtschaft in den 1960er Jahren konnte sich die GAP neben dem Bund Christlicher Demokraten als zweite, die Parteienlandschaft dominierende, Kraft etablieren und schaffte so den Sprung von einer reinen Arbeiterpartei hin zur linken Volkspartei. Man stellte lange Zeit die Regierung, prägte die Soziale Marktwirtschaft entscheidend und zeigte sich verantwortlich für viele notwendige Reformen. Gerade die Annäherung an den damaligen Ostblock als Grundlage für die später Wiedervereinigung sowie die Verbesserung der Sozialen Marktwirtschaft schreibt sich die Partei auf die eigenen Fahnen. Doch nach der letzten umfassenden Reform des Sozial- und Rentensystems verlor die GAP zunehmend Zustimmung in der Bevölkerung. Gerade in klassischen Wahlmilieus der Partei gaben viele Wähler lieber ihre Stimme an linke Konkurrentinnen. Seit der Bundestagswahl 2017 droht nun aufgrund sinkender Wahlergebnisse sogar der Verlust des Volksparteistatus. Nachdem man sich 2017 aus Gründen der Staatsräson noch zu einer Großen Koalition hatte hinreißen lassen, waren nunmehr alle inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit dem BCD endgültig aufgebraucht. Als die vormalige Kanzlerin des BCD anschließend von der eigenen Partei vom Hof gejagt wurde, konnte oder wollte die GAP sich mit dem neuen Kanzler nicht auf eine gemeinsame Linie einigen geschweige denn eine Minderheitsregierung tolerieren. Wegen der daraus resultierenden Neuwahlen musste unter widrigsten Bedingungen ein Wahlkampf geführt werden, auf den niemand in der GAP vorbereitet war. Nach Jahren in der Regierung fehlte ein inhaltliches Profil und ohne eine charismatische Führungspersönlichkeit die nötige Zugperson. Dementsprechend verlief der Wahlkampf denkbar schlecht. Weder wurden der GAP Kompetenzen auf irgendeinem Politikfeld zugesprochen noch konnte man sich inhaltlich vom BCD abheben. Auch das Spitzenpersonal der Partei vermochte es nicht, Bürgerinnen und Bürger von sich zu überzeugen. Infolge dessen war das Resultat das schlechteste Ergebnis, das die GAP jemals eingefahren hatte.

Da die ÖNP, sonst der Lieblingspartner der GAP, bereits von Anfang an kein Interesse an einer Regierungskoalition zeigte, entschloss sich die Partei den Gang in die Opposition anzutreten. Als Gegenspielerin zur Regierung sei ohnehin die Gelegenheit gekommen, sich inhaltlich neu zu positionieren und zeitgleich personell erneuern zu können. Dennoch will auch die GAP von ihrer Rolle als Gestalterin nicht ganz lassen. Deshalb sollen die eigenen Gesetzesvorstellungen verwirklicht und, falls sich Gelegenheit dazu bietet, die Regierungsgeschäfte übernommen werden.

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Innstraße 40
Passau

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