14/06/2026
𝐄𝐫𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐆𝐞𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧 – 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐕𝐞𝐫𝐠𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧
Das Himmelmoor ist nicht nur ein Ort beeindruckender Natur, sondern auch ein Ort mit einer vielschichtigen und teils schweren Vergangenheit. Über Jahrzehnte hinweg wurde hier Torf abgebaut – unter unterschiedlichen politischen Systemen. Während der Zeit des Nationalsozialismus spielte das Himmelmoor zudem eine Rolle als strategisch bedeutender Torflieferant.
In dieser Zeit wurden auch hier Zwangsarbeiter eingesetzt. Unter ihnen waren jüdische Kriegsgefangene aus Belgien und Frankreich. Ihr Schicksal mahnt uns bis heute.
Der Träger- und Förderverein Henri-Goldstein-Haus e. V. widmet sich seit vielen Jahren der Aufarbeitung dieser Geschichte. Das ehemalige Unterkunftsgebäude der Gefangenen wurde durch den Verein zu einer Gedenkstätte entwickelt. Mit großem Engagement wird hier Erinnerungsarbeit geleistet, Wissen vermittelt und ein Raum für Austausch geschaffen.
An diesem Wochenende fand in Quickborn ein internationales Symposium statt, zu dem der Verein eingeladen hatte. Historiker sowie Fachreferenten aus den USA, England, Polen und Frankreich kamen zusammen, um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele der dargestellten Einzelschicksale haben uns tief bewegt.
Auch die historischen Orte im Himmelmoor wurden gemeinsam aufgesucht. Trotz des wechselhaften Wetters konnte ein Einblick in die Landschaft und ihre Geschichte gegeben werden. Den Shuttle von der Gedenkstätte ins Moor hinein haben wir Torfbahner gerne übernommen.
Wir danken unseren Nachbarn und Freunden vom Henri-Goldstein-Haus e.V. herzlich für dieses eindrucksvolle und bewegende Wochenende – und für ihre wichtige Arbeit, die Erinnerung wachzuhalten.