03/06/2026
Aktiv gemanagte Fonds und viele andere Investmentprodukte versuchen im Vergleich zu einer Benchmark eine Überrendite zu erzielen – typischerweise Alpha genannt. Auch wenn das oftmals nicht dauerhaft erreicht wird, stellt sich eine viel grundlegendere Frage zur Performancemessung: Wie kann das Alpha überhaupt geschätzt werden?
Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Finanzdienstleistungen, fokussierte sich in jüngster Zeit auf diese Frage und erstellte einen Vergleich zweier ökonometrischer Ansätze, die auf Arbeiten des Nobelpreisträgers Eugene F. Fama basieren. Dieser revidierte in einer Studie aus 2020 seine eigenen methodischen Vorschläge zur Performancemessung aus den frühen 1990er Jahren.
In der soeben in Corporate Finance veröffentlichten Studie „Vergleich von Cross-Section und Time-Series-Faktormodellen auf dem deutschen Kapitalmarkt“ zeigen die Autoren Dr. Siegfried Köstlmeier, Johannes Paternoster und Prof. Dr. Klaus Röder, dass der neuartige Ansatz von Eugene F. Fama aus 2020 zur Performancemessung von Aktienportfolios dem bisherigen Ansatz auch auf dem dt. Kapitalmarkt überlegen ist. Auch wenn der traditionelle Ansatz aus den frühen 1990er Jahren inzwischen weit verbreitet ist, schlagen die Ergebnisse einen Paradigmenwechsel in der Performancemessung vor.
Den Aufsatz finden Abonnenten von Corporate Finance hier:
https://online.otto-schmidt.de/db/dokument?id=cf1485834
Wir wünschen eine spannende Lektüre!