12/02/2025
Nach langen Verhandlungen hat der VS-Rat beschlossen, die Vertragsgespräche zur Einführung des bundesweiten Semestertickets im Vollsolidarmodell nicht weiterzuführen. Obwohl im März 2024 die Zustimmung zur Einführung erfolgte, zeigte sich im weiteren Verlauf der Gespräche, dass eine Umsetzung unter den gegebenen Bedingungen nicht realisierbar ist.
🔹 Warum wurde die Einführung nicht weiterverfolgt?
1️⃣ Organisatorische Herausforderungen: Die gesamte Verwaltung des Tickets wäre Aufgabe der VS gewesen – inklusive Datenerfassung, Rückerstattungen und Zahlungsabwicklung. Das hätte eine dauerhafte und zuverlässige Betreuung erfordert, die mit der bestehenden ehrenamtlichen Struktur nicht zu bewältigen ist. Auch das Studierendenwerk konnte aufgrund hoher administrativer Belastung keine Unterstützung bieten.
2️⃣ Wirtschaftlichkeit: Zum Zeitpunkt der ersten Entscheidung lag der Preis bei 176,40 € pro Semester. Durch die Anpassung des Deutschlandtickets stieg dieser Betrag jedoch auf 208 €. Während dies nicht der ausschlaggebende Grund für den Abbruch der Verhandlungen war, spielte es eine Rolle in der Gesamtabwägung.
💡 Wie geht es weiter?
Als VS setzen wir uns weiterhin für eine flächendeckende, bezahlbare und altersunabhängige Mobilitätslösung für Studierende ein. Besonders problematisch bleibt, dass Studierende über 27 Jahren bisher keine vergünstigte Alternative zum regulären Deutschlandticket haben. Gleichzeitig halten wir es für nicht tragbar, dass die Verantwortung für die Einführung und Verwaltung eines bundesweiten Semestertickets ausschließlich bei den Studierendenschaften liegt. Eine solche Aufgabe erfordert eine langfristige und professionelle Verwaltungsstruktur, die über ehrenamtliche studentische Gremien hinausgeht.
Wir fordern daher eine tragfähige Lösung auf Landes- oder Bundesebene, die nicht die Studierendenschaften alleine belastet, sondern eine nachhaltige und gerechte Mobilitätslösung schafft.
🔗 Mehr Details zur Entscheidung findet ihr auf unserer Website und im Newsletter.