02/06/2026
In diesem Jahr wird der Iris Marquardt Preis der HfM Trossingen zum 30. Mal vergeben. Der Wettbewerb um den mit 5000 Euro hoch dotierten Preis fand Ende April im Konzertsaal der Hochschule statt. Gewonnen hat den begehrten Preis das Ensemble „L’Aura“ mit Yutaro Yajima (Flöte), Hyunseon Park (Oboe), Shen-Chieh Liu (Klarinette), Lahav Ganchrow (Fagott), Dan Hetzroni (Horn) und Seunghee Yoon (Klavier).
KONZERTPROGRAMM
Francis Poulenc (1899–1963)
Sextuor pour piano et vents (1939)
Ludwig Thuille (1861–1907)
Sextett für Klavier und Holzbläserquintett B-Dur op. 6 (1888)
Jean Françaix (1912–1997)
„L’heure du Berger“
Die sechs Musiker:innen aus Israel, Südkorea, Japan und Taiwan haben sich während ihres Studiums an der HfM Trossingen als Ensemble gefunden. Sie studieren in allen drei Studienzyklen (Bachelor, Master und Konzertexamen) und haben mit ihren Soloinstrumenten zum Teil bereits mehrfach Preise gewonnen, musizieren sowohl als Solist:nnen als auch teilweise in Orchestern, unterrichten unter anderem an Musikschulen in der Region und vertiefen gegenwärtig ihr Kammermusikprofil.
Zum Namen ihres Ensembles schreiben sie selber:
„L’Aura“ bezeichnet eine immaterielle Atmosphäre, eine besondere Ausstrahlung oder ein Charisma, das Menschen und Dinge umgibt. Vom lateinischen „Atem“ abgeleitet, trägt der Name eine natürliche Nähe zu Blasinstrumenten in sich. Zugleich lässt sich „L’Aura“ als leuchtende, innere Energie verstehen – verbunden mit der Idee verborgener Ebenen des Erlebens und innerer Transformation. Wir haben diesen Namen gewählt, weil er die Emotionen spiegelt, die wir in unserer Musik wecken möchten. Unser Ziel ist es, zarte, oft unsichtbare Gefühlsbewegungen hörbar zu machen und Klang als etwas Raumfüllendes und Verbindendes erfahrbar werden zu lassen. So entsteht ein Dialog mit dem Publikum, der über das reine Musizieren hinaus zu einem ganzheitlichen Erlebnis führen kann.