Gothia-Würzburg im CV ist eine nichtschlagende, farbentragende Verbindung katholischer Studenten aller Fakultäten der Universität Würzburg. Juni 1895 als katholischer Studentenverein gegründet.
1898 gründete man gemeinsam mit Ripuaria Bonn den Verband Katholischer Studentenvereine (VKS). Diesem Verband schlossen sich die gemeinsame Tochterverbindung Burgundia München und 1901 auch noch Arminia Mü
nster an. Da die Zeit der kleinen Cartelle vorbei war, traten die Korporationen des VKS 1905 dem seit 1856 bestehenden "Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen" (CV) bei. Im Jahre 1926 konnte das erste Verbindungshaus vom Ehrenprotektor Gothiae, dem Würzburger Bischof Dr. Matthias Ehrenfried, eingeweiht werden. Bereits 1930 beschloss der Convent Gothiae einstimmig, dass eine Mitgliedschaft in der NSDAP unvereinbar sei mit dem Katholizitätsprinzip. Aufgrund dieser Haltung war Gothia dem Nationalsozialistischen Regime von Anfang an suspekt. Wenig später drohte der Verbindung wegen der Weigerung, einen sogenannten "nichtarischen" Bundesbruder zu entlassen, die Suspendierung. Der betroffene Gothe erklärte seiner Verbindung zuliebe von sich aus formell seinen Austritt, kehrte aber bei der Wiederbegründung 1947 in die Reihen Gothiae zurück.
1934 wurde dem CV die Aufgabe des Katholizitätsprinzips aufgezwungen, Gothia hielt jedoch weiterhin daran fest. Aufgrund dieser Entwicklungen sah man keine Möglichkeit mehr für eine Verbindungsarbeit im Sinne der Prinzipien und beschloss daher am 03. Das Verbindungsvermögen wurde von der Gestapo beschlagnahmt. Gothia wurde am 29. Juli 1947 mit einem feierlichen Kommers in Münnerstadt wiederbegründet und war damit eine der ersten Würzburger Verbindungen, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstituierte. Darüberhinaus war Gothia die erste Verbindung Würzburgs, die wieder öffentlich ihre Farben trug, trotz starker Vorbehalte seitens der Universität. Im Jahr 1954 erwarb die Verbindung das jetzige Haus in der Rottendorfer Straße 26.