07/08/2022
Am Wochenende konnten zwei unserer Bbr. gemeinsam mit Bundesbrüdern aus ganz Deutschland und Österreich den Ursprung unseres Verbands beim Kyffhäuserfest in Weimar feiern.
Am 6. August 1881 folgten rund 700 Studenten dem Aufruf der frisch gegründeten VDSt Halle, Leipzig und Berlin, sich am Kyffhäuser zu versammeln um brennende Fragen der Politik miteinander zu diskutieren. Insb. Thema war die sog. “Antisemitismuspetition”, welche die wirtschaftliche Depression sowie anhaltende Konflikte im Inneren des Kaiserreichs dem vermeintlichen Einfluss “der Juden” zuschrieb. Ziel des Festes war es, Lösungen für die Festigung des Kaiserreichs als auch die soziale Frage zu finden. Nach dem Fest schlossen sich die VDSt Leipzig, Halle, Greifswald, Kiel sowie Berlin I & II zu einem Kartell zusammen, welches sich den Namen “Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten” gab.
In den 141 Jahren seines Bestehens hat sich der Verband stark gewandelt. Angefangen mit der Distanzierung vom Antisemitismus, der Abkehr von der Monarchie, sowie der Weiterentwicklung des Einheitsgedankens von 1961-1990 hat der VVDSt-KV eine rege Geschichte steten Wandels hinter sich.
Nach dem Begrüßungsabend am Freitag, ging es am Samstag zum Kyffhäuser-Denkmal. Auf dem Weg kamen wir am Botschaftsgedenkstein vorbei. Am 29. Januar 1890 rief der VVDSt-KV zu seiner Errichtung auf, die Grundsteinlegung folgte am 6. August 1891 beim 2. Kyffhäuserfest. Schließlich wurde er am 8. August 1896 feierlich eingeweiht. Kern des Denkmals ist eine Tafel mit dem Text der kaiserlichen Botschaft Wilhelms I. zur sozialen Frage, geschmückt von einem Rundbogen, welcher den Verbandszirkel trägt.
Am Denkmal angekommen erhielten wir eine Führung, welche sich dessen Entstehungsgeschichte sowie der Sage um Kaiser Barbarossa widmete. Anschließend konnten wir den mit 176m tiefsten Brunnen der Welt besichtigen und das 80m hohe Denkmal besteigen, von wo aus wir einen schönen Blick auf die umliegende Landschaft sowie das “Feldbild” genießen konnten.
Nach einem würdigen Verlauf des abendlichen Festkommerses ging es am nächsten Tag zum Ex-Bummel, wo wir nach der Stadtführung das Fest in aller Ruhe R***e passieren lassen konnten.