Gestiftet wurde das Corps am 23. Januar 1842 von vierzehn Studenten der Julius-Maximilians-Universität. Im November 1884 kaufte das Corps das 1720 für den Würzburger Fürstbischof Christoph Franz von Hutten erbaute barocke Huttenschlösschen in Würzburg, das noch heute als Corpshaus genutzt wird. Rhenania verfügt damit über das zweitälteste Corpshaus in Deutschland. Weder Rhenania noch andere Corps
im Kösener Senioren-Convents-Verband sind politisch engagiert, Corps stehen klar zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Das so genannte Toleranzprinzip, welches wir seit Gründung praktizieren umfasst die politische, religiöse und ethisch-moralische Einstellung/Ausrichtung jedes Einzelnen, der bei uns Mitglied werden will - ohne Rücksicht auf seine Herkunft. Früher gehörte das Fechten/Satisfaktionsprinzip zum gesellschaftlichen "standing" - heute erscheint es überholt, weil man sich kaum noch um fünf Uhr morgens wegen vorabendlicher böser Blicke, blödsinniger Bemerkungen oder bierlauniger Baggerversuche an vergebenen Damen, zu einem Duell auf Würzburgs grünen Hügeln trifft. Will man das studentische Fechten Heute erklären, so muss man sich zum einen des Todschlagarguments Tradition bemühen, zum anderen aber auf den erzieherischen Aspekt hinweisen. Gemeinsamer Sport, Überwindung der eigenen Grenzen und Durchstehen der Mensuren stärken sowohl die eigene Persönlichkeit, wie auch den Zusammenhalt untereinander. Der Beitritt zum Corps ist heutzutage nicht mehr unbedingt der Opener zu einem gewissem gesellschaftlichen Ansehen bzw. die Eintrittskarte in so genannte "höhere Kreise", wie vor 100 oder 150 Jahren - ganz im Gegenteil, man wird als Verbindungsstudent mit einer ganzen Reihe von Vorurteilen konfrontiert. Die persönlichen Beweggründe sind vielfältig. Fragt am besten einfach mal bei den Aktiven nach! Bei einem Fest, einer Informations- oder "Just for fun"-Veranstaltung auf dem Huttenschlösschen.