Institut für Hochschulkunde

Institut für Hochschulkunde Das Institut für Hochschulkunde (IfH) ist eine private wissenschaftliche Einrichtung an der Julius- Willkommen am Institut für Hochschulkunde!

Das Institut für Hochschulkunde (IfH) an der Universität Würzburg vereint eine umfangreiche Forschungsbibliothek, mehrere Archive und breit gefächerte Sammlungen zu Fragestellungen der Universitäts-, Wissenschafts- und Studentengeschichte. Seine Geschichte reicht bis in das Jahr 1922 zurück, es existiert in seiner gegenwärtigen Form seit 1954. 2006 wurde das IfH zum An-Institut erhoben, damit ist

es Teil der Universität Würzburg geworden, obgleich es finanziell hauptsächlich durch die Deutsche Gesellschaft für Hochschulkunde (DGfH) getragen wird. Seit Juli 2014 befindet sich das IfH zusammen mit dem Universitätsarchiv und der Forschungsstelle Deutscher Orden in einem renovierten Gebäude auf dem Campus Nord. Das IfH steht der allgemeinen Benutzung für Forschungszwecke zur Verfügung.

Heute präsentieren wir Ihnen die Couleurkarte „1803 - 1903 Corpshaus Baruthia zu Erlangen.", die 1903 als Farblithograph...
14/07/2023

Heute präsentieren wir Ihnen die Couleurkarte „1803 - 1903 Corpshaus Baruthia zu Erlangen.", die 1903 als Farblithographie anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Stiftungsfest des Corps Baruthia Erlangen (gest. 14.07.1803) entstanden ist.

Das Haus wurde nach den Plänen von Hans Erlwein (1872-1914, rec. 1893 Germania München) ab 1901 auf einem 2500 qm großen Grundstück an der ehemaligen Rathsberger Fahrstraße errichtet. Es hat eine Grundfläche von 350 qm, einen geschwungenen Giebel und ist mit Wappen, Ornamenten und Stuckarbeiten verziert, die der Bildhauer Jakob Nein angefertigt hat. Markant ist der Treppenturm mit spitzem Giebeldach. Anlässlich der Eröffnung überließ das Damenkomitee dem Philisterverein 6000 Mark für die Ausgestaltung der Inneneinräume. Auf der Farblithographie ist außerdem ein Chargierter in Couleur dargestellt, der einen Bierhumpen in die Höhe reckt. Rechts davon ist das Vollwappen der Baruthia inmitten von weiteren Couleurgegenständen zu sehen.

Unterhalb der Darstellung befindet sich ein interessanter Kartengruß, den Karl Rügemer (1856-1916, rec. 1877 Baruthia Erlangen) an Wilhelm Fabricius (1857-1942, rec. 1879 Starkenburgia Gießen, 1880 Guestphalia Jena) richtete:

„Sehr geehrter Herr Dr. Fabricius!
Dr. Boldt ist auf der Hochzeitsreise, deshalb die Verzögerungen, da ich A[kademische] M[onatshefte]., Almanach u. Sonstiges allein bearbeiten muß. Einstweilen sende ich Ihnen das gewünschte Protokoll u. bitte um gütige Rückgabe nach Gebrauch.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Rügemer“

Die Couleurkarte wurde dem genannten Protokoll beigelegt, weshalb sie keinen Poststempel aufweist.

Diese Veröffentlichung ist vom Corps Onoldia durch eine Spende unterstützt worden. Herzlichen Dank, vor allem an Frank Nowak, dem Vorsitzer der DGfH.

Heute präsentieren wir eine Radierung des Malers Johann Michael Voltz mit dem Titel „Sand der Freie“.Der dargestellte Ka...
20/05/2023

Heute präsentieren wir eine Radierung des Malers Johann Michael Voltz mit dem Titel „Sand der Freie“.
Der dargestellte Karl Ludwig Sand wurde 1795 in Wunsiedel geboren. Er immatrikulierte sich 1814 für das Studium der evangelischen Theologie an der Universität Tübingen und schloss sich dort der jungen burschenschaftlichen Bewegung an. Seine geistige Haltung wird man als protestantisch fromm sowie idealistisch und romantisch bzw. deutsch-patriotisch bezeichnen können. Prägend für sein nationalromantisches Denken war das Wiederaufflammen der Befreiungskriege nach Napoleons Rückkehr von Elba. Sand schloss sich zwar einem Freiwilligen Jäger-Korps des Rezat-Kreises an, nahm jedoch an keinen Kämpfen teil.
1816 wechselte Sand an die Universität Erlangen und gründete dort mit Gleichgesinnten die Burschenschaft Teutonia. Im Oktober 1817 nahm Sand am Wartburgfest in Eisenach teil. Anschließend setzte er sein Studium in Jena fort und wurde Mitglied der dortigen Burschenschaft und 1818 auch in deren inneren Zirkel aufgenommen. Die Bekanntschaft mit dem radikalen burschenschaftlichen Aktivisten Karl Follen (1796–1840) und die Mitgliedschaft im geheimen Kreis der „Unbedingten“ trug wohl auch zur Radikalisierung Sands bei, die letztlich die Ermordung des deutsch-baltischen Dichters August von Kotzebue zur Folge hatte. Dass dieser als Opfer ausgesucht wurde, hing wahrscheinlich mit seiner Kritik an der burschenschaftlichen Bewegung zusammen. Sand sah im kaiserlich-russischen Generalkonsul Kotzebue außerdem eine „Charaktermaske“ der Wiener Ordnung von 1815 sowie einen „Landesverräter“ und „Volksverführer“.
Ende März traf Sand in Mannheim ein, wo Kotzebue wohnte, und tötete diesen mit mehreren Messerstichen. Ein anschließender Selbstmordversuch misslang, er wurde verhaftet, gesund gepflegt und schließlich zum Tode verurteilt. Am 20. Mai 1820 wurde Sand in Heidelberg hingerichtet. Anders, als Sand geglaubt hatte, löste seine Tat keine Revolution aus. Sie lieferte vielmehr dem österreichischen Staatskanzler Metternich den Vorwand, die Burschenschaft im Deutschen Bund scharf zu verfolgen.

Aus der Couleurkartensammlung des Instituts für Hochschulkunde!Die Universität Graz, gegründet 1585, ist Österreichs zwe...
08/03/2023

Aus der Couleurkartensammlung des Instituts für Hochschulkunde!

Die Universität Graz, gegründet 1585, ist Österreichs zweitälteste Universität und damit auch Heimat zahlreicher Studentenverbindungen. Heute stellen wir Ihnen daher drei Couleurkarten aus Graz vor: ‚Akad. Tech. Verbindung Tauriska Graz‘, ‚K.Ö.H.V. Carolina Graz‘ und ‚Deutscher akademischer Gesangsverein Graz‘ [1]

Die erste Couleurkarte zeigt das Wappen der Tauriska inmitten des Spruches „Für Ehre Freiheit Vaterland zu stehen fest wie Helden, das soll bis an der Zeiten Rand als Stolz Tauriska´s gelten.“ Die Gründung geht auf eine zwanglose Tischgesellschaft der Kärntener Studenten im Herbst 1888 zurück. Nach zahlreichen Namensänderungen nach der Gründung nannte man sich ab März 1907 bis 1924 ‚Akad.-techn. Verbindung Tauriska Graz‘. Die Couleurkarte wurde 1911 nach Prag gesandt.[2]

Die zweite Karte ist eine Couleurkarte der K.Ö.H.V. Carolina. Die Karte zeigt eine malerische Stadtansicht von Graz mit Blick auf den Schlossberg, dem Grazer Uhrturm und dem Grazer Dom. Links unten ist das Grazer Stadtwappen zu sehen, welches zusammen mit dem Wappenschild der Carolina in den Verbindungsfarben schwarz-gold-weiß die Stadtdarstellung einrahmt. Die Verbindung wurde am 18. August 1888 gegründet und ist damit die älteste katholische Verbindung in Graz. Die Karte ist gelaufen und ging an einen Herrn stud. med. Hugo Köhler. [3] KÖHV Carolina

Dritte Karte [4] ist dem Deutschen akademischen Gesangsverein Graz zuzuordnen. Der Gesangsverein wurde als Akademischer Gesangsverein (AGV) gegründet und wurde erst 1886 selbst zur studentischen Korporation. Die Karte zeigt links das Vollwappen der Verbindung, wobei der Helmzier links die Verbindungsfarben grün-weiß trägt und rechts die Farben schwarz-rot-gold. Die Verbindung trägt heute den Namen ‚Akad. Sängerschaft Gothia zu Graz‘.

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Aus der Couleurkartensammlung des Instituts für Hochschulkunde!Heute präsentieren wir Ihnen Couleurkarten von Korporatio...
02/02/2023

Aus der Couleurkartensammlung des Instituts für Hochschulkunde!

Heute präsentieren wir Ihnen Couleurkarten von Korporationen der Universität Wien. Die Alma Mater Rudolphina wurde 1365 gegründet und ist damit die zweitälteste Universität im deutschsprachigen Raum. Die drei Couleurkarten stammten von den Verbindungen K.Ö.St.V. Kürnberg Wien, KÖStV Austria Wien und dem Akad. Gesang-Verein in Wien. [1]

Die erste Couleurkarte wurde zum 25-jährigen Stiftungsfest 1925 der K.Ö.St.V. Kürnberg Wien erstellt. Sie zeigt vermutlich eine Figur aus dem Œuvre des mittelalterlichen Minnesängers ‚Der von Kürenberg‘. Der Name der Korporation und der Bezug zum Minnesänger lässt sich über die Gründungsgeschichte herstellen: Mitgliedern der K.Ö.St.V. Austria Wien kam die Idee der Stiftung der Kürnberg, nachdem diese in der Nähe von Linz auf dem Berg Kürnberg wandern waren.[2]

Die zweite Karte ist eine Couleurkarte der K.Ö.St.V. Austria Wien. Links ist das Wappenschild mit Helmzier in den Farben weiß-gold-schwarz der Austria. Darüber ist der Wahlspruch ‚pro aris et focis!‘ Mittig ist eine Lithographie des Hauptgebäudes der Universität Wien abgebildet. Rechts zu sehen ist das Bezirkswappen des 1. Bezirks der Stadt Wien als Brustschild mit Balkenkreuz in den Farben rot und weiß. Die Verbindung wurde 1876 gegründet und hat neben der oben erwähnten Kürnberg sieben weitere Tochterverbindungen gestiftet.[3]

Dritte Karte [4] ist dem Akademischen Gesang-Verein in Wien zuzuordnen. Dieser wurde 1858 als studentischer Männergesangverein gegründet. Die Karte hat ein haptisch wahrnehmbares Wappen mit Helmzier in den Verbindungsfarben rot-weiß. Auf der Rückseite [5] ist eine Briefmarke der Verbindung zu sehen, die einen Bursch mit schwarz-rot-goldener Fahne und dem Zirkel des Vereins zeigt. Die Karte ist auf den 15. Juni 1909 datiert, trägt die Unterschriften zahlreicher Vereinsmitglieder samt Zirkel und ist an eine Dame aus Villach in Kärnten adressiert.

26/01/2023
Heute präsentieren wir Ihnen das Allgemeine Deutsche Kommersbuch in seiner achten Auflage. Das Kommersbuch ist erstmals ...
23/01/2023

Heute präsentieren wir Ihnen das Allgemeine Deutsche Kommersbuch in seiner achten Auflage. Das Kommersbuch ist erstmals 1858 beim Verlag Moritz Schauenberg in Lahr erschienen. Die Auflage umfasst 549 bekannte und beliebte Studentenlieder, Kriegslieder und Trinklieder.

Das Institut für Hochschulkunde hat 40 verschiedene Auflagen des Kommersbuches in seinem Bestand. Die älteste Auflage des ADK am IfH ist die sechste Auflage aus dem Jahr 1861.

Der Buchdeckel zeigt einen doppelköpfigen Adler über den bekannten Liedversen „Gaudeamus igitur, Juvenes dum sumus“ und gekreuzten Schlägern.[1]

Das Frontispiz zeigt feiernde Studenten bei einer Bootsfahrt auf dem Rhein. Darüber sind schmückende Elemente, die aus der fünften Auflage des ‚Jenaer Jubiläums Commersbuch‘ zum 300. Stiftungsfest der Universität 1858 übernommen wurden. Der Doppeladler wurde hier als Nationalsymbol verwendet. Alternative Versionen des Titelbilds zeigen eine Ansicht von Heidelberg.[2]

Sämtliche Ausgaben des Allgemeinen Deutschen Kommersbuches enthalten eine Widmung der Herausgeber Herrmann und Moritz Schauenburg an den Schriftsteller und Dichter der Befreiungskriege Ernst Moritz Arndt (1769-1860), in dem sie sich für die Aufnahme des ‚Eisenlied‘ in das ADK bedanken.[3]

Ein Abdruck der handschriftlichen Antwort Arndts auf die Widmung ist ebenfalls Teil jeder Ausgabe.[4][5]

Sehr interessant!
20/01/2023

Sehr interessant!

In Zeiten, als es noch keine Nachsendeaufträge gab, mußte man sich bei der Mitteilung einer neuen Anschrift anders behelfen.

Studenten zogen wohl durchaus öfter um, als der Durchschnittsbürger, und so entwickelte sich tatsächlich eine Zahl von Mitteilungspostkarten, die speziell auf Verbindungsstudenten zugeschnitten waren. Die entsprechenden Szenen werden u.a. mit Bundesbrüdern, Dienstleuten und natürlich Couleurhunden bevölkert. Hier unten ein braver und oben - wo 1910 ein Erlanger Germane seine Verzugsanschrift mitteilte - ein schlauer Hund.

Überschaubar ist die Zahl der mitgeführten Gegenstände. Aber wie schrieben es Cicero und Seneca seinerzeit nieder? "Omnia mea mecum porto".

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16/01/2023

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Georg Meyer-Erlach wurde am 10. September 1877 in Erlach (heute Ochsenfurt) geboren. In Würzburg besuchte er das Humanistische Neue Gymnasium. Nach dem Abschluss 1897 begann er ebenfalls in Würzburg ein Studium der Chemie, das ihn außerdem noch an die Universitäten in Genf und Jena führte. In Jena wurde Meyer-Erlach auch zum Dr. phil. promoviert. Als Verbindungsstudent war er seit 1899 beim Corps Moenania Würzburg aktiv. 1910 wurde er Leiter der Phosphatfabrik in Nienburg/Weser. Als Oberleutnant der Reserve wurde Meyer-Erlach 1914 in das Bayerische Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 5 eingezogen und erlebte den gesamten Ersten Weltkrieg sowohl im Osten wie auch im Westen. Da nach Kriegsende eine Rückkehr in den alten Beruf nicht möglich war, zog er zurück nach Würzburg und konzentrierte sich ab 1922 ganz auf seine Forschungen.

Neben zahlreichen genealogischen Untersuchungen widmete er sich in seinen Arbeiten besonders der Universitäts- und Studentengeschichte. Zwischen 1933 und 1936 gab er für diese das „Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte“ im Selbstverlag heraus. Als nach 1945 die auf der Festung Marienberg untergebrachten universitäts- und studentengeschichtlichen Bestände in das 1954 gegründete Institut für Hochschulkunde überführt wurden, beteiligte er sich intensiv an den Ordnungsarbeiten. 1955 war er unter den Gründungsmitgliedern der „Hochschulkundlichen Vereinigung. Gesellschaft zur Förderung der Deutschen Hochschulkunde e.V.“, der heutigen „Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde“, bis 1960 leitete er das Institut für Hochschulkunde. Meyer-Erlach verstarb am 7. November 1961 in Würzburg.



Bild: Institut für Hochschulkunde

Aus der Reihe Zeichnungen die Ausdrücke der   vorstellen.Die heutige Darstellung stellt den studentischen Ausdruck „ist ...
12/01/2023

Aus der Reihe Zeichnungen die Ausdrücke der vorstellen.

Die heutige Darstellung stellt den studentischen Ausdruck „ist auf dem Hund“ dar. Mit diesem Ausdruck ist gemeint, dass ein Student eine Karzerstrafe absitzen muss.

In Schuchardts ‚Studentikoses Conversationslexicon‘ aus dem Jahr 1825 ist unter dem Eintrag ‚Hund‘ die Herkunft des Ausdrucks dargestellt:
„auf den Hund kommen heißt 1. ins Carcer kommen. Der beruͤhmte Wallenstein naͤmlich wurde als Student in Altdorf eines Vergehens halber zur Carcerstrafe verurtheilt. Das Concil hatte ein neues Carzer bauen lassen, das nach dem, der zuerst es betrete wuͤrde, benannt werden sollte. Wallenstein war der erste, ließ aber vorher seinen Hund hineingehen und deswegen heißt das Carcer bis auf den heutigen Tag der Hund.“[1]

Friedrich Schiller (1759-1805) hat diesem Ereignis in seinem Drama "Wallensteins Lager" im Siebenten Auftritt ein Denkmal gesetzt. Albrecht von Wallenstein (1583-1634) erreichte als Oberbefehlshaber der Kaiserlichen Armee im Dreißigjährigen Krieg große Bekanntheit.

[1] Schuchardt, Studentikoses conversationslexicon: oder, Leben, Sitten, Einrichtungen, Verhältnisse und Redensarten der Studenten beschrieben, erklärt und alphabetisch geordnet, Leipzig 1825, S.45-46.
Bildquelle: Burschensprache II, Verlag und Eigenthum von Pietro Del Vecchio in Leipzig.

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09/01/2023

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Die heute präsentierte Graphik aus der Folge „Bonner Studentenleben“ (ca. 1825/27) erlaubt einen Einblick in eine „studentische Bude“. Zu später Morgenstunde wird dort ein im Schlafrock (bzw. Hausmantel) dargestellter Student von seinem Stiefelknecht (im 19. Jh. eine Art Diener) aufgesucht. In gebückter Körperhaltung streckt er dem Studiosus, der sich gerade eine langstielige Tabakpfeife stopft, ein Paar schwarze, halbhohe Stiefel entgegen. Der Musensohn trägt eine rote beutelförmige Mütze mit einer rot-weißen Quaste sowie Pelzbesatz. Dazu rot-gelb gemusterte Hausschuhe, die farblich zum Innenfutter des Mantels passen.

Im angrenzenden Raum ist eine Frau zu sehen, vermutlich die Tochter der Vermieterfamilie, bei der der Student sich einquartiert hat. Durch einen Klingelzug an der Tür kann er sie zu sich rufen und eine Bestellung aufgeben. Das Zimmer des offensichtlich begüterten Studenten ist im Biedermeierstil eingerichtet. Zu sehen sind ein grün gepolstertes Kanapee, rechts daneben eine Laute und zwei Stichwaffen, an der Rückwand ein Spiegel, an dessen Rahmen kleine Zettel und ein weißer Zylinder befestigt sind sowie links daneben eine Taschenuhr an einem weißen Band. Auf dem Wandregal finden sich verschiedene studentische Accessoires: ein schwarzer Zweispitz mit weißem Federschmuck, Lederhandschuhe, eine Flasche sowie ein Samowar mit Stövchen. Unterhalb des Regals hängen ein Tabaksbeutel, drei -pfeifen, eine Duellpistole und Sporen. Vor dem Kanapee ist ein Hund, der sogenannte Renommierhund, angekettet. Auf einem runden Tisch wurde das Morgengeschirr platziert. Zwischen einem Stuhl und dem am linken Bildrand angedeuteten Stehpult sind lange schwarze Sporenstiefel mit Stulpen wiedergegeben. Ansatzweise ist ein Bücherregal zu erkennen, auf dessen Oberkante ein Schädel liegt.

Bild: Student im Schlafrock mit Stiefelfuchs, um 1825/27, handkolorierte Radierung, © IfH, Slg. des VAC, Inv.-Nr. IfH-G114, Sign. 882/F 3.24; Konrad 1931, S. 53, Nr. 316, 2.

Wir wünschen 'Prosit Neujahr'! Das Institut für Hochschulkunde ist ab dem 09.01.2023 wieder für Ihre Anfragen verfügbar....
01/01/2023

Wir wünschen 'Prosit Neujahr'!

Das Institut für Hochschulkunde ist ab dem 09.01.2023 wieder für Ihre Anfragen verfügbar.

#2023

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Würzburg
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