Achtsamkeit lernen zur Stressbewältigung
Stress kennt jeder, und hat jeder von uns auf die eine oder andere Art. Stress im Beruf, im Privatleben, durch Zeit- und Termindruck, durch Leistungsanforderungen in Schule, Universität, Ausbildung und am Arbeitsplatz. Die meisten von uns kennen auch die möglichen Folgen für die Gesundheit von Körper und Seele: Bluthochdruck, Magen- / Darmprobleme, Herz- Kreislauferkrankungen, Gewichtsprobleme, Depressionen, Ängste oder sogar Burn-Out sind typische Reaktionen bzw. Viele von Ihnen kennen diese Symptome aus eigener Erfahrung. Selbst wenn der Stress sich bei Ihnen noch nicht körperlich auswirkt, kennen Sie die psychischen Folgen des Stresse. Diese können sich in Abgeschlagenheit, innerer Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Zeitmangel aber auch in Gefühlen der Langeweile und durch Desinteresses äußern. Achtsamkeit kann dabei helfen Stress zu reduzieren, ja, stark zu minimieren
Natürlich gibt es echte äußere Stressoren, z.B. wenn uns ein bissiger Hund verfolgt oder wir vor einem Vulkanausbruch oder einer anderen Naturkatastrophe flüchten müssen. Auch schwerwiegende, traumatische Erlebnisse können zu Stress führen. Von diesen Situationen abgesehen, entsteht der Stress jedoch ausschließlich an einem Ort: in unserem Kopf. Das ständige Gedankenkarusell sorgt für die Stress Gefühle und die entsprechenden Auswirkungen. Die Inder nennen das "Affengeschnatter". Wir sagen dazu Grübeln oder Gedankenkarusell. Affengeschnatter
Als Affengeschnatter lassen sich zunächst alle Gedanken zusammenfassen, die keinen oder nur einen geringen Bezug zur Realität haben. Erzeugt werden diese oft durch den inneren Kritiker. Und sie verhindern Selbstwert, Vertrauen in sich selbst. Natürlich gibt es auch die schönen Tagträumen an einen Urlaub in der Südsee. Aber Affengeschnatter sind die Sätze, die im Kopf rumschwirren und meistens negativer Art sind. Sätze, wie: "Was mag X wohl von mir denken?", "Habe ich nichts vergessen?" "Habe ich eigentlich in der email erwähnt, dass..", "Schaffe ich das überhaupt?", "Bin ich dazu in der Lage?", "Ist das nicht zu gefährlich", "Er liebt mich bestimmt nicht mehr", "Was würde wohl passieren, wenn"
Und ähnliche Gedanken schwirren immer und immer wieder in unsere Köpfen herum. Affengeschnatter – das ständige Gedankenkarusell
Wie entstehen dieses ständige Gedankenkarusell in unserem Kopf? Eigentlich spielt sich in unseren Köpfen etwas ganz normales ab. Denn das Gehirn wurde von der Schöpfung dazu entwickelt, ständig zu prüfen und zu vergleichen, welche Gefahren und Risiken auftreten könnten und wie diese behandelt werden sollen. Sinnvoll ist diese Funktion allerdings nur bei echten Bedrohungen für den Körper und das Leben, wie früher durch den Säbelzahntiger oder durch Situationen, die wir zuvor erwähnt haben. Echte, reale Angriffe auf unseren Körper sind mittlerweile allerdings selten geworden. Heute sind es eher viele Ereignisse rund um den Alltag, die Gesundheit, Beziehungen und vor allem dem Beruf, die im Gehirn immer und immer wieder ablaufen und von dem internen Alarmsystem unseres Gehirns ebenfalls als Angriff interpretiert werden. Der zuständige Teil unseres Gehirns kann nämlich nicht zwischen echten körperlichen und den vorgestellten Gefahren für die verschiedenen Facetten unseres Egos unterscheiden. Hieraus folgt ein ständiger Anspannungszustand, den wir als Leiden empfinden. Es ist dasselbe Leiden, das auch in der buddhistischen Lehre als die größte Belastung des menschlichen Lebens angesehen wird. Man kann es auch kurz fassen: Denken ist (oft) Leiden (jedenfalls soweit es sich um das Affengeschnatter und nicht um konstruktives Denken handelt). Affengeschnatter, Grübeln oder Gedankenkarusell führt zu im Stress
Diese Tendenz des Gehirns kann sich – je nach Stresssituation – auch noch deutlich verstärken. Denn jede dieser Angriffsgedanken des Gehirns hat die Tendenz, sich im Gehirn zu wiederholen, weil die einmal eingetretene Anspannung (und im übrigen elektrisch messbare Spannung) im Gehirn sich nicht so schnell wieder abbaut. Solange die Spannung sich aufrechterhält, werden die entsprechenden Gedanken immer und immer wieder wiederholt. Hinzu kommt, dass das Gehirn nach jetzigem Kenntnisstand das Denken auch gerade dazu benutzt, um einmal eingetretene Spannungen abzubauen. Das Denken ist daher nicht nur eine Folge von Spannungen, die im Gehirn vorhanden sind, sondern es ruft auch selbst wieder Spannungen hervor, da es die Gefühle, die diese Verknüpfungen zu einem früheren Zeitpunkt geschaffen haben, immer wieder neu bedient. Ist man einmal in dieser Situation und die Denkmaschine ist einmal angeworfen, kommt man dort nicht so einfach wieder heraus: denn das Affengeschnatter lässt sich durch den Willen nicht einfach so beeinflussen. Entscheidet man sich bewusst, an etwas bestimmtes nicht mehr zu denken, so wird dies meist nicht gelingen. Das Denken läuft im Gehirn automatisch weiter. Auswirkungen des Affengeschnatters
Das Affengeschnatter hat leider nicht nur Auswirkungen auf das geistige Wohlbefinden, sondern auch auf das körperliche Befinden. Bekannt ist dies unter dem Begriff der psychosomatischen Erkrankungen: das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, das Atemvolumen wird eingeschränkt, die Atemfrequenz steigt, man hat einen Kloß im Hals, ein Drückgefühl im Bauch und die Schulter und Halsmuskulatur spannt sich chronisch an. Wär es nicht nett, den Grund für unseren Stress und die schlechten Körperempfindungen, das negative Affengeschnatter, einzudämmen oder sogar ganz abzustellen. Durch den Willen funktioniert das nicht, wie wir erfahren haben. Aber es gibt einen anderen Weg, wobei wir wieder bei dem Thema der Seite "Achtsamkeit lernen" angekommen wären. Der ständige Gedankenstrom kann in der Tat beruhigt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt für einen Dauerstress ist:
Keine Grenzen zu setzen. Immer das Gefühl zu haben, ich muss anderen gefallen, ich muss für andere tun. Ich trage die Verantwortung. Zur Achtsamkeit für sich selbst ist es also auch wichtig zu lernen Grenzen zu setzen. Und ein dritter wichtiger Faktor für dauerstress ist:
Verdrängte Traumata
Wir alle haben in unserem Leben Traumata erlebt. Ob wir es wahr haben wollen oder nicht. Und diese Traumata sitzen in unserem Unterbewusstsein. Und melden sich immer wieder. Sie werden immer wieder an getriggert, durch Situationen, die im Außen entstehen oder durch ein Verhalten eines Menschen. Was ist Achtsamkeit? Achtsamkeit - in der Gegenwart leben Ruhe und Frieden im Kopf durch Achtsamkeit
Die Affen kann man bändigen und zwar mit Achtsamkeit. Was genau versteht man also unter diesen Begriffen? Achtsamkeit ist eine offene, akzeptierende und gleichmütige Einstellung gegenüber allen Emotionen und Gedanken, die in der Wahrnehmung, im Bewusstsein auftreten. Hierzu zählen sowohl echte Gedanken und Überlegungen, wie auch Gefühle von Angst, Trauer, Hass, Freude, Euphorie etc. wie auch körperliche Gefühle. Achtsam handelt, wer sich voll und ganz dem zuwendet, was er gerade macht bzw. was gerade passiert, ohne die Geschehnisse oder Gedanken zu bewerten. Wirklich im Hier und Jetzt zu sein, stoppt das Affengeschnatter und reduziert somit nachhaltig den Stress. Ruhe und Gelassenheit verstärken sich. Durch das Erlernen der Achtsamkeit ohne ständige Bewertung von Gedanken und Gefühlen gewinnt man den weiten Blick auf die Dinge, kann sich aber andererseits leichter von einzelnen Themen leichter lösen, in die wir uns üblicherweise verbeißen, was zu Stress, Ängsten und Unwohlsein führt. Aus diesem Grund wird die Achtsamkeit auch mittlerweile in der Psychotherapie eingesetzt. Sie ist aber für jeden Menschen gewinnbringend einsetzbar. Achtsam sein bedeutet konkret, im Jetzt zu bleiben und den Moment umfassend zu erleben und im Idealfall zu genießen. Dadurch kreiert man Abstand zu den Problemen, man installiert im Kopf sozusagen einen inneren Beobachter. Je mehr dieser innere Beobachter aktiv ist, desto leiser wird das Affengeschnatter und so langsamer der Gedankenstrom und man wird nicht mehr von Gedanken und Gefühlen mitgerissen. Auf diese Weise lassen sich sogar heftige Gefühle wie Panik, Angst, Wut und Aggression mildern. Man sollte daher nicht gegen diese Gefühle kämpfen, sondern sie schlicht beobachten und akzeptieren, welche Gefühle gerade da sind. Worin liegt der Unterschied zur Konzentration? Achtsamkeit und Konzentration
Achtsamkeit ist eine offene Einstellung gegenüber der Außenwelt
Konzentration ist eher eine Verengung der Sichtweise, während die Achtsamkeit einer Verbreiterung und Öffnung des Geistes gleichkommt. Man entwickelt eine beruhigende und stabilisierende Offenheit. Ereignisse werden offen erlebt. Stressmanagement durch die Achtsamkeitstechnik
Achtsam sein lässt sich erlernen
Lernen Sie im Hier und Jetzt zu leben
Lernen Sie Grenzen zu setzen
Wie gelingt Stressmanagement? Auf diese Frage gibt es bereits jede Menge Antworten, über mehr Bewegung, bessere Ernährung und Entspannung. Meistens fehlt es jedoch an einer nachhaltigen Strategie gegen Stress. Immer dann wenn man mal wieder etwas Gleichgewicht gefunden hat, kommt direkt das nächste innere und äußere Ereignis, das uns wieder aus der Balance bringt. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sind Sie hier genau richtig. Bei mir können Sie alles über die Achtsamkeitslehre erfahren und damit lernen, wie Sie diese Stresssymptome langfristig und dauerhaft in den Griff bekommen und Ihr Leben wirklich zu genießen. Wollen Sie endlich aus dem Dauerstress heraus? Dann buchen Sie jetzt!