Kirchliche Hochschule Wuppertal

Kirchliche Hochschule Wuppertal Follow us on Twitter: http://www.twitter.com/KiHo_WB Gründung der Bekennenden Kirche gegen den Nationalsozialismus 1935

Am 3. Juli 2026 um 19.00 Uhr schließt die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal das letzte Lehrsemester im grundständig...
30/06/2026

Am 3. Juli 2026 um 19.00 Uhr schließt die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal das letzte Lehrsemester im grundständigen Pfarramts-Studiengang an dem Ort mit einem Gottesdienst, an dem sie das erste Semester im Jahr 1935 mit einem Gottesdienst eröffnete: in der Kapelle des Evangelischen Friedhofs in der Hugostraße in Wuppertal. Die Predigt hält Prof. Dr. Konstanze Kemnitzer. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Eigentlich wollten die Gründer*innen die Eröffnung der KiHo am 1. November 1935 in der Gemarker Kirche im Zentrum von Barmen feiern. Die Gründung folgte damals der Erkenntnis, dass die evangelische Kirche für die Ausbildung ihres Pfarrernachwuchses selbst verantwortlich werden müsse, da die Gleichschaltung der theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten durch das Nazi-Regime die Grundsätze des christlichen Glauben zunehmend in Frage stellte.

An der Gemarker Kirche aber stießen die Gründer*innen auf verschlossene Türen. Denn die Gottesdienste waren unter den N***s verboten. Die Gemeindemitglieder wurden daher von der Polizei aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Einige Presbyter, Pastoren, Dozierende und Studierende aber machten sich kurzentschlossen auf den rund einen Kilometer langen Weg in die Kapelle des Gemeindefriedhofs an der Hugostraße. Dort fand der Gottesdienst doch noch statt.

Tatsächlich nahm die KiHo anschließend für mehr als Jahr den Lehrbetrieb auf – verdeckt als Abteilung B der Theologischen Schule Elberfeld e.V. – bis sie am 14. Dezember 1936 von der Geheimen Staatspolizei (GeStaPo) geschlossen wurde.

Nach dem Ende der Nazi-Diktatur wurde sie am 1. November 1945 wiedereröffnet. Der Lehrbetrieb im grundständigen Pfarramts-Studiengang dauerte anschließend 81 Jahre an.

Am 3. Juli 2026 endet er aber nun wohl für immer. Denn nach dem Schlussgottesdienst in der Friedhofskapelle an der Hugostraße wird die KiHo abgewickelt - und am 31. März 2027 wird die traditionsreiche Hochschule – eine der zwei letzten in Deutschland, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet - gänzlich geschlossen.

Am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr verleiht die KiHo Wuppertal die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Carl Stephan Ehrlich von der ...
29/06/2026

Am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr verleiht die KiHo Wuppertal die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Carl Stephan Ehrlich von der York University Toronto.

Er erhält die Auszeichnung für seine bleibenden Verdienste um den jüdisch-christlichen Dialog in Wissenschaft und Lehre. Seit 30 Jahren ist er der KiHo verbunden. Fünf Semester war er Gastprofessor für Judentumskunde an der KiHo, zuletzt 2021. Dank seines Engagements konnten Generationen von Studierenden und Lehrenden christlich-jüdischen Dialog kennenlernen und einüben.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Alle Informationen finden sich auf der KiHo-Homepage unter https://kiho-wuppertal.de (Link in Bio).

Um Kindern weltweit die digitale Teilhabe zu ermöglichen, hat die Kirchliche Hochschule Wuppertal insgesamt 20 ausrangie...
12/06/2026

Um Kindern weltweit die digitale Teilhabe zu ermöglichen, hat die Kirchliche Hochschule Wuppertal insgesamt 20 ausrangierte Notebooks kostenfrei an Labdoo Deutschland übergeben.

Labdoo sammelt ausrangierte Notebooks und Tablets ein, arbeitet sie auf, löscht sicher alle Daten, repariert die Geräte bei Bedarf und spielt für Lernzwecke moderne Lern-, Office- und Kommunikationsprogramme unter Linux auf. Anschließend verteilt er die IT-Spenden über seine Netzwerk weltweit an Schulen und Initiativen.

Die Geräte der KiHo Wuppertal sind für das Jeremy Project in der Demokratischen Republik Kongo eingeplant, das sich zum Ziel setzt, Kindern im Osten des Landes durch Bildung und digitale Teilhabe Hoffnung zu schenken und eine Zukunft zu bauen.

Das Bild zeigt Frank Grünberg, IT-Beauftragter der KiHo Wuppertal (li.) und Martin Warnecke von Labdoo Deutschland.

Am 2. Juni 2026 hält Dr. hc. Joachim Waurisch um 11.15 Uhr einen Vortrag zur Geschichte der Kirchlichen Hochschule (KiHo...
29/05/2026

Am 2. Juni 2026 hält Dr. hc. Joachim Waurisch um 11.15 Uhr einen Vortrag zur Geschichte der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal im Foyer der Hochschul- und Landeskirchenbibliothek (HLB) Wuppertal. Der Vortrag trägt den Titel „Die Idee war gut, doch die Welt noch so weit?! – Die KiHo Wuppertal zwischen Barmer Erklärung und Bonner Synodalbeschluss“.

Anlass ist die Eröffnung der Ausstellung „Das letzte Semester. Ein Rückblick auf 91 Jahre Forschung und Lehre an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal“, die bis März 2027 in der HLB zu sehen ist.

Interessierte sind herzlich eingeladen. Alle Infos finden sich auf der KiHo-Homepage unter https://kiho-wuppertal.de (Link in Bio)

Am Dienstag, dem 14. April 2026, startet die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal um 19.00 Uhr mit einem Gottesdienst ...
10/04/2026

Am Dienstag, dem 14. April 2026, startet die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal um 19.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Unterbarmer Hauptkirche ins Sommersemester 2026, dem letzten Lehrsemester an der KiHo Wuppertal.

Liturgie und Predigt verantwortet Ephorus Dr. Alexander B. Ernst. Interessierte sind herzlich eingeladen. Eine digitale Teilnahme per Zoom ist möglich. Die Einwahldaten finden sich auf der Homepage unter https://kiho-wuppertal.de.

Auch im Sommersemester 2026 finden zahlreiche Lehrveranstaltungen statt, die eine Gasthörerschaft lohnen und per Zoom übertragen werden. Dazu zählt u.a. die Vorlesung „Fakten und Fiktionen. Geschichte Israels im Spiegel der Königebücher“ von Prof'in. Dr. Michaela Geiger (donnerstags, 11.15 bis 13.00 Uhr) oder „Einführung in die Theologische Geschlechterforschung“ von Prof'in. Dr. Claudia Janssen (dienstags, 14.15 bis 16.00 Uhr).

Im Sommersemester 2025 schlossen sieben Absolvent*innen ihr Studium im Studiengang „Master of Theological Studies (MThSt...
08/01/2026

Im Sommersemester 2025 schlossen sieben Absolvent*innen ihr Studium im Studiengang „Master of Theological Studies (MThSt)“ erfolgreich an der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal ab.

Die Ergebnisse von fünf der abschließenden Masterarbeiten sind vom 8. Januar bis zum 28. Februar 2026 im Foyer der Hochschul- und Landeskirchenbibliothek Wuppertal (HLB) zu sehen.
Die Ergebnisse werden als Poster präsentiert, die jeweils das Thema, das methodische Vorgehen und die zentralen Forschungsergebnisse kompakt zusammenfassen. Die Ausstellung macht damit die thematische Vielfalt der Arbeiten sichtbar und verdeutlicht deren Relevanz für kirchliche Praxis, Gemeindearbeit und theologische Forschung. Gezeigt werden Poster aus den Fächern Praktische Theologie und Kirchengeschichte. Behandelt werden darin Themen wie Wilhelm Löhes Abendmahlspredigten, Kirche an ungewöhnlichen Orten, Karl Immers Einsatz für religiöse Bildung, Verkündigung in der Apostolischen Glaubensgemeinschaft sowie Awareness-Konzepte.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der HLB zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Masterarbeiten, ihre Themen und ihre Ergebnisse finden sich auf der MThSt-Seite der KiHo-Homepage in der Rubrik „Abschlussfeiern und Masterarbeiten“.

Die Gleichstellungskommission der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal lädt am 7. Januar 2026 um 19.00 Uhr zu einem o...
06/01/2026

Die Gleichstellungskommission der Kirchlichen Hochschule (KiHo) Wuppertal lädt am 7. Januar 2026 um 19.00 Uhr zu einem offenen Abend zum Thema „queersensibles Zusammenleben“ ein.

Die Theologin, Autorin und Bloggerin Kerstin Söderblom wird Einblicke in ihre Arbeit zu Queerness in theologischen Kontexten geben. Gemeinsam mit den Teilnehmenden will sie ins Gespräch darüber kommen, welche Aspekte im Miteinander an der KiHo und darüber hinaus wichtig sind.

Der Abend findet in Hörsaal 3 statt. Der Eintritt ist frei.

Der Klimawandel trifft schon heute rund 3,6 Milliarden Menschen besonders hart. Die 30. Weltklimakonferenz in Brasilien ...
03/12/2025

Der Klimawandel trifft schon heute rund 3,6 Milliarden Menschen besonders hart. Die 30. Weltklimakonferenz in Brasilien hat jedoch erneut gezeigt, dass die politische Ebene die notwendige Transformation alleine nicht schafft. Bürger*innen, Kirchen und religiöse Gemeinschaften weltweit müssen und können daher selbst handeln. Wie aber ist das möglich?

Diese Frage greift Dr. Ulrich Möller am 8. Dezember 2025 um 18.30 Uhr in seinem Vortrag „Ökumenische Dekade der Klimagerechtigkeit. Von der Theorie ins Handeln“ auf. Der Vortrag findet im Rahmen der Studienwoche „Mensch und Mitwelt. Konvivialität und Schöpfungswirklichkeit“ in Hörsaal 3 der Kirchlichen Hochschule Wuppertal statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Alle Infos zum Vortrag und zum Referenten finden sich auf der KiHo-Homepage: https://kiho-wuppertal.de (Link in Bio)

Die diesjährige Studienwoche an der KiHo Wuppertal findet von Montag, den 8. Dezember, bis Freitag, den 12. Dezember, st...
02/12/2025

Die diesjährige Studienwoche an der KiHo Wuppertal findet von Montag, den 8. Dezember, bis Freitag, den 12. Dezember, statt. Prof’in. Dr. Claudia Janssen erklärt im Interview, welchen Schwerpunkt die KiHo setzt. Alle Infos zur Studienwoche finden sich auf der KiHo-Homepage (Link in Bio).

Die diesjährige Studienwoche an der KiHo Wuppertal trägt den Titel „Mensch und Mitwelt. Konvivialität und Schöpfungswirklichkeit.“ Welchen Fragen gehen Sie damit nach?

Janssen: Unser Zeitalter wird von Forschenden Anthropozän genannt, abgeleitet von dem griechischen Wort für Mensch „anthrōpos“, weil dieser mittlerweile die biologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde maßgeblich beeinflusst. Auch in der Theologie steht vor allem der Mensch im Zentrum. Wir Menschen nutzen Rohstoffe, halten Tiere. Wir wollen gut leben und sind dabei, die Erde hemmungslos auszuplündern. Das hinterlässt Spuren – die Folgen der Klimakatastrophe erleben wir täglich. Die zentrale Frage der Studienwoche lautet deshalb: Können wir auch anders leben?

Warum sind diese Fragen auf theologischer Sicht relevant? Welche spezifischen Antworten kann die evangelische Theologie darauf geben?

Für die globalen Herausforderungen brauchen wir auch ein theologisches Umdenken. Leitend ist für uns das Stichwort „Konvivialität“: Das heißt neu auszuloten, wie jenseits der Wachstumsgesellschaft ein gerechtes Zusammenleben (con-vivere) auf dieser Erde möglich sein kann. Deshalb sprechen wir im Titel der Studienwoche von „Mitwelt“ – vom Zusammenleben aller, von Menschen, Tieren, Pflanzen, kreatürlicher und nichtkreatürlicher Welt. Und für ich ist es besonders wichtig zu fragen: Wie spricht die Bibel über das von Gott Geschaffene?

Wie relevant sind die Fragen für den Alltag der Menschen? Welchen Erkenntnisgewinn dürfen die Teilnehmer*innen erwarten?

In der Studienwoche wollen wir das innertheologische und das interdisziplinäre Gespräch suchen, vor allem auch zwischen Theologie und Naturwissenschaften. Wir werden gemeinsam darüber nachdenken, wie wir aus der Erstarrung herauskommen und wie wir handeln können. Denn: Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auch notwendig.

Am 6. November 2025 hält Verena Mildner-Misz, Kirchenhistorikerin an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, um 19.00 Uhr ...
03/11/2025

Am 6. November 2025 hält Verena Mildner-Misz, Kirchenhistorikerin an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, um 19.00 Uhr in der Bergischen Volkshochschule Wuppertal (Auer Schulstraße 20) einen Vortrag zum Thema „Westdeutscher Protestantismus und Nahostkonflikt“.

Der Vortrag basiert auf ihrer Dissertation, in der sie zum ersten Mal die Stimmenvielfalt aus dem westdeutschen Protestantismus zum Nahostkonflikt untersuchte und für die sie im Juni 2025 den Hans Ehrenberg Wissenschaftspreis erhielt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Warum geht es?
Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023, dem Überfall der Hamas auf Israel sowie dem darauffolgenden Gaza-Krieg, gehört der Nahostkonflikt zu den umstrittensten Themen in den protestantischen Kirchen. Die Anfänge der Auseinandersetzung mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt reichen bereits bis in die 1960er-Jahre zurück. Dabei war die politische Diskussion von Beginn an eng mit theologischen Deutungsstreitigkeiten um die Themen Judentum und Staat Israel verbunden. Gerade die theologischen

Streitigkeiten trugen maßgeblich zur Polarisierung der Debatte bei. Der Vortrag geht auf die Entwicklung und verschiedenen Konfliktpunkte der Debatte ein. Neben der Evangelischen Kirche in Deutschland wird es auch um die Evangelische Kirche im Rheinland gehen, die maßgeblich zu einer Annäherung im christlich-jüdischen Verhältnis nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen hat.

Adresse

Missionsstraße 9 A/b
Wuppertal
42285

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