AIESEC.Mainz-Germersheim

AIESEC.Mainz-Germersheim AIESEC is the world’s largest student-run organization.

Active in over 1.700 universities across more than 100 countries and territories, our international platform enables young people to explore and develop their leadership potential.

14/01/2018
31/12/2016

Keine andere Nacht des Jahres ist so bedeutungsschwanger wie Silvester.

Congratulations, Johanna, to an incredible project!
08/10/2013

Congratulations, Johanna, to an incredible project!

Tobias and Johanna in India ! :)
28/08/2013

Tobias and Johanna in India ! :)

Visiting Baroda Dairy Den, one of our sponsors :)

Tobias has arrived in India :) Have a great time there!
02/08/2013

Tobias has arrived in India :) Have a great time there!

5 more musketeers arrived- our team is half complete :-) Welcome in Baroda!

We welcome our new team member Claire, who is going to take over AIESEC Germersheim from Sophie and Annika. You can cont...
17/07/2013

We welcome our new team member Claire, who is going to take over AIESEC Germersheim from Sophie and Annika. You can contact her per e-mail: [email protected] :)

Finally, we reached more than 100 likes ! Thank you, everyone!And here are more great news: Two Exchange Participants co...
07/06/2013

Finally, we reached more than 100 likes ! Thank you, everyone!

And here are more great news: Two Exchange Participants could already be matched!

There is Olga who will spend 6 weeks in Russia and Tobias who will go to India :)) Congratulations, guys, have a great summer!

Great day at the Fachschaftsfrühling! See you on  tuesday :)
24/05/2013

Great day at the Fachschaftsfrühling! See you on tuesday :)

20/05/2013

How about spending next summer in India?

Johanna, former Exchange Participant of AIESEC Germersheim, founded PROJECT SPARKS together with her friend Ines - a project aimed at improving "the lives of underprivileged kids" in Baroda, India.

For more information, check out their page and contact either us or them. Looking forward to your mails!

Hello! We are Ines Glasner and Johanna Nelles from Germany and are organizing together with Dineshg Maurya from AIESEC BARODA, India, a project to improve the lives of underprivileged kids.

15/05/2013

Als ich letztes Jahr im Dezember zum ersten Mal etwas über die Studentenorganisation AIESEC las, dachte ich sofort, dass diese eine gute Möglichkeit für mich sei, um ein fremdes Land mit einer anderen Kultur kennenzulernen. Obwohl die Auswahl der Praktika überall auf der Welt wirklich riesig ist, wa...

15/05/2013

Interested in an internship in West Africa? Read this article written by Philipp, who spent six weeks in Abidjan, Côte d'Ivoire:

Ein letztes Mal rennt mir die fünfjährige Jolina entgegen. Hüpfend und schreiend springt sie in meine Arme und umklammert mich für einige wenige Sekunden, bis sie ihre volle Aufmerksamkeit wieder den anderen Kindern und ihren Spielen widmet. Sie strahlt vor Freunde und trägt ein breites Lächeln im Gesicht. „Wenn sie nur wüsste, dass sie mich nicht mehr sehen wird“, denke ich. Mit einem zufriedenen aber auch ein wenig betroffenen Gesichtsausdruck mache ich mich ein letztes Mal auf den Weg in mein Zimmer. Viel ist da nicht mehr. Ein randvoll gefüllter Plastikmülleimer, eine Matratze, ein Ventilator und mein Freund, das Moskitonetz. Knapp 40 Tage habe ich Nacht für Nacht mit ihm kämpfen müssen, ihn stetig neu platziert. Er hat mich dabei nie zu Ruh kommen lassen, mich beim einschlafen weitgehend behindert. Jetzt schaut er mich müde an, hängt traurig in den Raum hinein, von Mückenstichen gespickt. Ich habe Mitleid und zerreiße ihn doch nicht, auch wenn ich es mir in manchen Nächten vornahm. Ich gehe noch einmal auf den Hof. Sehe Freunde, Bekanntschaften, Randgestalten. Alles Menschen, die mein Leben in den letzten 6, fast 7 Wochen, unglaublich bereicherten. Sei es nur, indem sie mir ein Lächeln schenkten oder mir davon erzählten, dass sie sich verliebt hatten und jetzt meinen Rat brauchten. Ich winke, Kinder umarmen mich, rufen „Tonton, Philippeee“ Es ist gar, als würde ich einen Titel abgeben, abdanken, die Beatrix der Côte d’Ivoire, so verabschieden sie mich. Ich bin gerührt und gleichermaßen verwirrt. Hatte ich mich nicht vor einer Woche, vor wenigen Tagen, noch so sehr auf meine Rückkehr nach Deutschland gefreut? Hatte ich mich nicht noch vor einiger Zeit tierisch über das Verhalten einiger dieser „Randgestalten“ geärgert und mit meiner eigenen Gelassenheit kämpfen müssen? Hatte ich mir nicht immer wieder den Moment vorgestellt, in dem ich in der AirFrance sitze und mein Flugticket zum Weltenwechsel einlöse? Ja, all das habe ich mir vorgestellt, doch gerade überwiegt die Melancholie. Ich gehe, rufe ein Taxi, verhandle mit dem Taxifahrer den Preis zum Flughafen und verliere... Ein paar Wochen früher noch, hätte ich mich damit nicht abgefunden und mir einen Spaß daraus gemacht, den Preis zu bekommen, den ich vorschlage. Heute ist es mir egal, ich gebe nach, fahre an all den Gebäuden vorbei, durch Koumassi, über die Lagune, seitwärts der Slums nach Port Bouët und steige ins Flugzeug. Das war's dann wohl denke ich und behalte Recht. Au revoir, Côte d’Ivoire. à plus?

Redet man über die Elfenbeinküste, dann kriechen direkt fachkundige Fußballfans aus ihren Löchern und schwärmen von der Leichtigkeit eines Didier Drogba, der jeden noch so unmöglich anmutenden Ball mit Präzision in irgendeinem Eck versenkt. Einigen wenigen Musikfanatikern mag auch die HipHop Formation Magic System noch was sagen, die durch ihr Feature mit dem französischen Rapper Soprano im Jahre 2011 einen europäischen Hit landen konnten. Alles weitere, politische Lage, Kultur, Sprache, wirtschaftliche Bedeutung, bleibt den meisten unbekannt.
Ich bin ganz ehrlich, bei mir war das nicht viel anders. Während der Vorbereitung auf mein Praktikum, was ich unbedingt in Westafrika machen wollte, um mein aktives Französisch zu verbessern, hatte ich die Wahl zwischen vielen französischsprachigen Ländern. Benin, Togo, Burkina Faso und die Elfenbeinküste. Letztlich ausschlaggebend war die Präsentation des Landes durch das lokale AIESEC-Komitee, mit dem ich mich zu arbeiten verpflichtete. Kleinere Hindernisse auf dem Weg nach Abidjan, Hauptstadt der Elfenbeinküste, wie die Erlangung eines Visums oder Versendung vorher ausgefüllter Dokumente, waren im Nachhinein schnell vergessen und wurden durch die Freundlichkeit der AIESECer wettgemacht. Je näher der Tag rückte - so ehrlich bin ich, das zuzugeben, desto mehr bekam ich es mit der Angst zu tun. War das wirklich richtig, nach Afrika zu gehen? Hatte ich die Herausforderung vielleicht unterschätzt, dort auf Französisch an Schulen Englisch zu unterrichten? Waren die vielen Warnungen, die ich von Freunden oder Bekannten in Deutschland bekam, vielleicht doch nicht ganz unbegründet? Als mich meine Oma zwei Monate vorher noch über die hygienische Situation und die möglicherweise auftretenden Krankheiten unterrichtete, an denen ich sterben könnte, antwortete ich zu dem Zeitpunkt noch gönnerhaft mit Sätzen wie: „Dort werde ich vielleicht todgestochen, in Deutschland todgefahren“ Jetzt wollte ich am liebsten gar nicht mehr fliegen. Andy, mein persönlicher Betreuer von AIESEC in der Elfenbeinküste, beruhigte mich jedoch mehr und mehr mit seiner scheinbar unendlichen Gelassenheit.

Dann war es soweit. In den Nationalfarben der Elfenbeinküste gekleidet – wie könnte es bei mir auch anders sein... – setzte ich mich in das Flugzeug und kam ca. 19:30 Ortszeit in Abidjan an. Andy und eine Freundin, die ein Stockwerk über mir wohnen sollte und damit die vollste Kontrolle innehatte (das ist kein Witz), holten mich vom Flughafen ab. Die abendliche Hitze schoss mir entgegen, 30 Grad haben wir ja manchen Sommer nicht mal (ich spreche nicht von Germersheim). Kaputt, wie ich war, lernte ich an diesem Abend nur noch meinen Gastvater und seine Familie kennen. Eric, so sein Name, hatte in Südafrika studiert und mehrere Monate in Frankreich gelebt, verfügte daher also über gute Englischkenntnisse und, was noch viel wichtiger war, genügende europäische Kulturkenntnisse. Abende, die wir gemeinsam mit einem Glas Calao-Rum auf dem Balkon verbrachten, sowie Gespräche über Politik, Kulturen und Geschichte, werde ich nie vergessen. Sein unstillbarer Wille nach Veränderung der Gesellschaft, sein stetiger Versuch, Freunde und Mitvölker die Probleme seines Landes vor Augen zu halten, sein unbändiger Wissensdurst, sowie die Motivation, seinen Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen, beeindrucken mich noch heute, machen mich demütig, lassen mich darüber nachdenken, wie zufrieden wir sein müssten und mich dafür schämen, dass wir es dennoch nicht sind. Reflektion ist vielleicht ein Wort, was ich später sagen würde, wenn man mir die Frage stellte, was ich in der Elfenbeinküste gelernt habe. Reflektion darüber, dass wir auch mit einfacheren Lebensbedingungen ein schönes und würdiges Leben führen könnten, wenn wir denn wollten. Reflektion darüber, dass Not und Elend nicht unausweichlich in Verderben enden, sondern die Kreativität des Einzelnen, der versucht ihr zur entweichen, schüren kann.

Was mir während meiner Zeit in der Elfenbeinküste mit Abstand am besten gefallen hat war mit großer Sicherheit die Arbeit am „Collège Voltaire“, ebendieser Schule, an der ich fünf Wochen als Englischlehrer unterrichten durfte. Verständlicherweise gibt es auch hier große Unterschiede, was die Arbeit der Lehrer aber auch die Standards der Schule betrifft, doch ähnelt das ivorische Schulsystem sehr stark seinem französischen Vorbild. Eine Schule also, die nach französischem Vorbild aufgebaut wurde und der durch die Lebensfreude der dort zu unterrichtenden Kinder Esprit eingehaucht wurde. Kinder, die sich darum streiten dir deine Tasche tragen zu dürfen, Kinder, die dir dein Mittagessen holen wollen, Kinder , die dir ein Lächeln schenken und dich grüßen. Kurzum, ganz wunderbare Wesen, die mir ans Herz gewachsen sind und die ich sehr vermisse. Durch meine Tätigkeit als Lehrer habe ich eine ganze Reihe von Klassen unterrichten müssen. Meine Arbeit hat mir immer Spaß gemacht und ich habe viele neue Freundschaften geschlossen. Mit einigen Ivoren „skype“ ich fast täglich, so sehr vermisse ich manchmal das Leben dort drüben. Ein Leben, das anfangs mit Sicherheit schwer und unmöglich erscheint, uns nach einiger Zeit jedoch seine Vorzüge präsentiert.

Natürlich gab es auch immer wieder Momente, in denen ich mich liebend gern nach Hause zurückgewünscht hätte – das lässt sich mitnichten leugnen.
Momente, in denen man meine Entscheidungen nicht nachvollziehen oder gar akzeptieren wollte, Momente, in denen ich mich stark zurücknehmen und beruhigen musste. Letztendlich haben mich all diese Situationen aber auch lernen lassen, ruhiger und besonnener zu werden, über manche Sachen gleichgültiger zu denken und ein gewisses „Laisse-faire“ an den Tag zu legen.

Schlussendlich kann ich jedem nur empfehlen, dieses wunderschöne und an Kultur reiche Land zu besuchen. Ich habe es nicht bereut und ich liebäugle schon mit dem Gedanken an eine Rückkehr im Jahre 2014. Sollte euch die Elfenbeinküste nicht so sehr ansprechen, dann empfehle ich euch zumindest AIESEC, die Organisation, die mir all das ermöglicht hat. Eine Organisation, die darauf abzielt, Studenten die Chance zu geben, ihre eigene Kultur ein Stück in ein anderes Land mitzunehmen, doch vor allem eben dort eine andere Kultur aufzusaugen. Es ist in meinen Augen eine einmalige Chance, die man in seinem späteren Berufsleben vielleicht nicht mehr haben wird, da einem dann die Zeit und Flexibilität dazu fehlt. Es war eine sehr lustige und interessante Zeit, die ich in Afrika verbracht habe. Eine Zeit, die ich mein ganzes Leben nicht vergessen werde aber eine Zeit, die ich vielleicht immer vermissen werde. Deswegen zum Schluss mein dezenter Hinweis: GO FOR AIESEC!

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